
Eine Weltmeisterschaft, an der nicht alle gleichberechtigt teilnehmen können, ist keine Weltmeisterschaft — das ist die Kernbotschaft, die der iranische Fußballverband gerade in Richtung FIFA und Washington schickt. Verbands-Generalsekretär Hasan Shafiei hat die Kritik an den USA als Gastgeber der WM 2026 erneuert: US-Reisebeschränkungen würden iranische Spieler, Offizielle und Fans in eine strukturell benachteiligte Position bringen. Laut Sportschau ist das keine neue Klage — aber sie wird lauter.
Die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Für die meisten der 48 qualifizierten Nationen ist das eine logistische Frage. Für den Iran ist es eine politische. US-Einreisebeschränkungen gegenüber iranischen Staatsbürgern — seit Jahren ein Streitpunkt zwischen Washington und Teheran — könnten dazu führen, dass Spieler, Trainer, Verbandsmitarbeiter und Fans schlicht keine Visa erhalten. Wer nicht einreisen darf, kann nicht spielen. Wer nicht spielen kann, hat keine faire WM.
Generalsekretär Hasan Shafiei hat diesen Punkt gegenüber Sportschau explizit wiederholt: Die aktuellen Bedingungen garantieren keine Gleichbehandlung aller teilnehmenden Nationen. Das ist kein Vorwurf ins Blaue — es ist eine strukturelle Frage, die die FIFA bisher nicht öffentlich beantwortet hat.
Eine konkrete FIFA-Reaktion auf die iranischen Bedenken ist nach aktuellem Stand nicht dokumentiert. Das ist an sich schon eine Aussage. Der Weltverband hat bei der Vergabe der WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko Garantien zur Nichtdiskriminierung eingefordert — wie belastbar diese Zusagen im Fall Iran sind, bleibt unklar. Nach FIFA-Regularien sind Gastgeberländer grundsätzlich verpflichtet, allen qualifizierten Nationen diskriminierungsfreien Zugang zu gewährleisten (Redaktioneller Hinweis: Diese Anforderung ist in den FIFA-Bewerbungsrichtlinien verankert; ein aktuelles offizielles FIFA-Statement zu den iranischen Bedenken liegt uns nicht vor). Ob das auf dem Papier steht und ob es in der Praxis funktioniert, sind zwei verschiedene Dinge.
Die FIFA hat in der Vergangenheit bei politisch heiklen Gastgeberfragen — Katar, Russland — eher spät und zögerlich reagiert. Die Uhr bis zum Anpfiff im Sommer 2026 tickt.
Der Iran ist kein Einzelfall — er ist nur der lauteste gerade. Andere Nationen mit angespannten Beziehungen zu Washington kennen das Visaproblem aus eigener Erfahrung; der Iran ist jedoch eine der stärksten Fußballnationen Asiens, war bei der WM 2022 in Katar dabei und hat reelle Chancen auf eine erneute Qualifikation. Es geht also nicht um ein theoretisches Szenario.
Dass ein Verband seinen Spielern erklären müsste, warum sie trotz sportlicher Qualifikation möglicherweise nicht an einem Turnier teilnehmen können — das wäre ein Glaubwürdigkeitsproblem für die FIFA, das weit über den Iran hinausgeht.
Die FIFA hat sich das selbst eingebrockt: Wer ein Land mit aktiven Einreisebeschränkungen gegenüber anderen FIFA-Mitgliedern als Gastgeber wählt, muss diese Frage beantworten. Bisher hat sie das nicht getan.
Eine Weltmeisterschaft, an der nicht alle gleichberechtigt teilnehmen können, ist keine Weltmeisterschaft — das ist die Kernbotschaft, die der iranische Fußballverband gerade in Richtung FIFA und Washington schickt.
Fontes
Sportschau Fußball
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“Stays on World Cup — different angle, same beat.”
SELEÇÕESTen days in, and the 2026 World Cup is already doing what the best tournaments do — throwing up results and names that nobody saw coming. Curaçao, a nation of fewer than 200,000 people, claimed a hist
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