
Julian Nagelsmann will Paraguay nicht auf dessen eigenem Terrain schlagen – er will gar nicht erst dorthin. Laut einer Analyse von Sportschau arbeitet der Bundestrainer an taktischen Mitteln, die das deutsche Spiel aus direkten Duellen mit einem körperlich aggressiven Gegner heraushalten sollen. Klingt simpel. Ist es nicht.
Paraguay ist keine Mannschaft, die du im Zweikampf überwältigen willst. Körperlich robust, intensiv im Pressing, unangenehm in engen Räumen – genau der Gegnertyp, der technisch starken Teams wie Deutschland das Leben schwer machen kann, wenn man sich auf deren Rhythmus einlässt.
Nagelsmann hat das offenbar früh erkannt. Statt die Spieler auf mehr Körpereinsatz einzuschwören, sucht er laut Sportschau den Weg um den Konflikt herum: Positionsspiel, Ballzirkulation, das Vermeiden von Situationen, in denen Physis überhaupt erst zum Faktor wird. Der Gegner soll laufen – Deutschland soll denken.
Das Spiel gegen Paraguay ist ein Testspiel – kein WM-Qualifikationsspiel. Was aber klar ist: Nagelsmann nutzt solche Begegnungen gezielt, um taktische Bausteine für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu erproben. Paraguay ist dabei kein zufälliger Sparringspartner – es ist ein Stresstest für ein bestimmtes Spielprinzip.
Das Prinzip lautet in etwa: Wenn du nicht weißt, ob du den Zweikampf gewinnst, zwing den Gegner dazu, ihn zu suchen – und sei dann nicht mehr da. Hohe Ballsicherheit, schnelle Kombinationen, Raumkontrolle statt Körperkontakt.
Diese Denkweise ist kein Bruch mit dem, was Nagelsmann seit seiner Amtsübernahme beim DFB predigt. Schon bei Bayern München und in Leipzig war sein Ansatz: technische Überlegenheit als Schutzschild gegen physische Wucht. Mit der Nationalmannschaft, die keine wochenlange Trainingszeit hat und auf Automatismen angewiesen ist, die schnell sitzen müssen, bekommt dieser Ansatz noch mehr Gewicht.
Nagelsmann weiß, dass er keine Mannschaft voller Zweikampfmonster hat. Er hat eine Mannschaft voller Fußballer – und das soll der Unterschied sein.
Sportschau hat Nagelsmanns taktischen Ansatz analysiert; der Kicker bestätigt die Grundausrichtung: Deutschland setzt im Umgang mit physisch starken Gegnern konsequent auf Ballbesitz und Raumkontrolle statt auf direkte Duelle. Was bleibt: Das Bild eines Bundestrainers, der Paraguay nicht fürchtet, aber auch nicht unterschätzt. Er plant einfach drumherum.
Julian Nagelsmann will Paraguay nicht auf dessen eigenem Terrain schlagen – er will gar nicht erst dorthin. Laut einer Analyse von Sportschau arbeitet der Bundestrainer an taktischen Mitteln, die das deutsche Spiel aus…
Fontes
Sportschau Fußball
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