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1860 München: Die KGaA wackelt — photo: Sportschau Fußball

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1860 München: Die KGaA wackelt

Gernot Mang hat es selbst gesagt: Die KGaA von TSV 1860 München steht nach aktuellem Stand vor der Insolvenz, die Antragsstellung soll noch in dieser Woche folgen. Laut Sportschau verkündete der Vereinspräsident die Hiobsbotschaft auf einer Mitgliederversammlung – und versicherte gleichzeitig, der Spielbetrieb in der Regionalliga sei nicht gefährdet. Ob das so bleibt, ist eine andere Frage.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·2 MIN LESEZEIT

Was die KGaA-Insolvenz eigentlich bedeutet

Die Unterscheidung klingt technisch, ist aber entscheidend: Bei 1860 München existieren zwei rechtlich getrennte Einheiten. Der eingetragene Verein – der e.V. – ist das gemeinnützige Herzstück, dem die Mitglieder angehören. Die KGaA hingegen ist die kommerzielle Hülle, über die Investitionen, Vermarktungsrechte und der Profibetrieb organisiert werden. Mang zufolge ist es die KGaA, die in die Insolvenz schlittert – nicht der e.V.

In der Theorie schützt diese Konstruktion den Verein. In der Praxis ist die Trennung selten so sauber, wie sie auf dem Papier aussieht. Welche Verträge, Verbindlichkeiten und Lizenzrechte konkret an der KGaA hängen, ist nach dem Stand der Berichterstattung noch nicht vollständig aufgedröselt. Sowohl Sportschau als auch der kicker berichten übereinstimmend über Mangs Ankündigung auf der Mitgliederversammlung – eine offizielle Pressemitteilung des Vereins oder der KGaA steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch aus. Mangs Aussage, die Regionalliga-Teilnahme sei gesichert, ist bis auf Weiteres seine persönliche Einschätzung, keine unabhängig bestätigte Tatsache.

Ein Klub, der Krisen kennt wie kaum ein anderer

Wer die Geschichte der Löwen kennt, atmet tief durch. 1860 München hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten so ziemlich alles erlebt, was ein Traditionsklub erleben kann: den Absturz aus der Bundesliga, die jahrelange Abhängigkeit vom jordanischen Investor Hasan Ismaik, den Lizenzentzug 2017 und den Zwangsabstieg in die Viertklassigkeit. Der Verein hat sich seitdem zurückgekämpft – in die Regionalliga, dann in die 3. Liga, zuletzt wieder zurück in die Regionalliga.

Dass ausgerechnet jetzt die KGaA ins Straucheln gerät, trifft einen Klub, dessen Fanbase trotz allem groß und laut geblieben ist. Der Giesinger Anhang hat schon Schlimmeres überstanden – aber jede neue Krise kostet Vertrauen, das mühsam aufgebaut wurde.

Was jetzt kommt

Die kommende Woche wird zeigen, ob der Insolvenzantrag tatsächlich gestellt wird und welche Gläubiger dann auf den Plan treten. Entscheidend ist, wie die Lizenzfrage für den laufenden Spielbetrieb geregelt ist und ob den DFB-Regularien zufolge ein Insolvenzverfahren der KGaA die Spielgenehmigung des e.V. berührt. Mang hat Beruhigungspillen verteilt – die Mitglieder werden in den nächsten Tagen sehen, ob sie wirken.

Eines ist sicher: 1860 München ist ein Klub, der es schafft, selbst in ruhigen Phasen nie wirklich ruhig zu sein.

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Gernot Mang hat es selbst gesagt: Die KGaA von TSV 1860 München steht nach aktuellem Stand vor der Insolvenz, die Antragsstellung soll noch in dieser Woche folgen.

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