
Photo: Sportschau Fußball
Bayern bindet Eberl und Dreesen bis 2029
FC Bayern München macht Nägel mit Köpfen: Sportvorstand Max Eberl und CEO Jan-Christian Dreesen bleiben dem Rekordmeister bis 2029 erhalten. Der Aufsichtsrat gab am Dienstagabend grünes Licht für beide Vertragsverlängerungen, die ursprünglich 2027 ausgelaufen wären.
Zwei Jahre früher, vier Jahre länger
Die Botschaft ist eindeutig. Bayern hätte die Verträge von Eberl und Dreesen noch zwei Jahre laufen lassen können, ohne irgendetwas entscheiden zu müssen. Stattdessen hat der Aufsichtsrat jetzt gehandelt und beide Führungskräfte frühzeitig bis 2029 gebunden. Ein klares Bekenntnis zur aktuellen Führungsstruktur.
Eberl, seit Anfang 2024 als Sportvorstand an der Säbener Straße, hat in kurzer Zeit die Transferpolitik des Klubs neu ausgerichtet. Dreesen führt die Geschäfte als CEO und ist das Gesicht der kommerziellen Seite. Gemeinsam bilden sie das Führungsduo, das Bayern durch eine Phase leitet, in der der Kader weiter geformt werden muss und die Königsklasse wieder als Pflichtaufgabe gilt.
Was Kontinuität im Transfermarkt bedeutet
Für die Kaderplanung ist Stabilität an der Spitze kein Nebenpunkt. Verhandlungen mit Spielern und Agenten laufen über Monate, manchmal über Jahre. Wer weiß, dass Eberl auch 2027 noch am Tisch sitzt, verhandelt anders. Klubs, die ihre Entscheider alle zwei Jahre austauschen, verlieren Vertrauen, Netzwerke und Tempo im Transfermarkt.
Bayern signalisiert damit auch nach innen: Die Linie bleibt. Kein neuer Sportdirektor, der die Philosophie wieder umwirft, kein CEO-Wechsel mitten in einer Vertragsverlängerung mit einem Leistungsträger.
Aufsichtsrat setzt Zeichen
Dass der Aufsichtsrat die Verlängerungen aktiv angestoßen hat, zeigt, wer hier die Initiative ergriffen hat. Laut Sportschau und Kicker war die Entscheidung am Dienstagabend offiziell. Zwei Jahre vor Vertragsende zu verlängern ist in München keine Selbstverständlichkeit, wie die Personalhistorie der vergangenen Jahre zeigt.
Bis 2029 reicht der Horizont jetzt für beide. Das deckt die nächste WM ab, mindestens zwei weitere Transferfenster und den Zeitraum, in dem Bayern entscheiden muss, wie der Kader nach dem aktuellen Umbruch aussehen soll.
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