Kleindienst geht seine Mitspieler öffentlich an
Kapitäne halten sich meistens zurück, wenn es läuft schlecht. Tim Kleindienst nicht: Nach dem zweiten punktlosen Spiel in Folge für Borussia Mönchengladbach hat der Stürmer seine eigenen Teamkollegen öffentlich zur Ordnung gerufen, laut Kicker mit einer bemerkenswert konkreten Ansage.
Gladbach steckt in einem miserablen Saisonstart und hat zuletzt gegen SV Elversberg verloren, ohne dass zu diesem Spiel weitere Details vorliegen. Zwei Pflichtspiele ohne Punktgewinn hintereinander sind für Gladbach ein Alarmsignal, und Kleindienst hat offenbar genug gesehen, um es nicht länger für sich zu behalten.
"Weniger TikTok gucken"
Laut Kicker forderte der Kapitän von seinen Mitspielern mehr Fokus und Disziplin im Alltag, konkret auch weniger Zeit auf Social Media. Der Kicker zitiert die Formulierung "Weniger TikTok gucken" direkt aus Kleindiensts Kritik. Ob er damit einzelne Spieler oder die gesamte Mannschaft meinte, geht aus dem Bericht nicht eindeutig hervor.
Mehr als nur ein Spruch
Öffentliche Kritik von innen ist im deutschen Fußball selten, gerade wenn sie so konkret formuliert ist. Kleindiensts Wortwahl deutet auf Frustration hin, die über die reine Tabellensituation hinausgeht: Es geht um Professionalität, Konzentration und die Frage, ob die Mannschaft in dieser Phase der Saison die richtigen Prioritäten setzt.
Für Gladbach steht jetzt viel auf dem Spiel. Zwei sieglose Spiele sind noch keine Krise, aber ein Kapitän, der öffentlich nachlegt, sorgt dafür, dass die interne Debatte plötzlich jeder mitverfolgen kann.
Was jetzt zählt
Eine Reaktion der Vereinsführung oder des Trainerteams liegt bisher nicht vor.
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