
Photo: Sportschau Fußball
Klopps erste Ansage als Bundestrainer
Erste Amtshandlung als Bundestrainer: Jürgen Klopp stellt sich schützend vor seine Mannschaft. 87 Tage nach dem blamablen WM-Aus in der Gruppenphase schickt der neue Chef eine klare Botschaft an Kritiker und Öffentlichkeit, noch bevor überhaupt der erste Nations-League-Gegner feststeht.
„Glaubt mir, die Jungs wollen unbedingt“, sagt Klopp laut Sportschau über seinen Kader. Kein taktisches Detail, kein Name, keine Startelf. Nur ein Satz, der eigentlich nur eine Aufgabe hat: Vertrauen zurückgeben, das nach dem Vorrunden-Aus komplett weg war.
Das ist typisch Klopp. Statt nach dem Debakel öffentlich abzurechnen, wählt er den umgekehrten Weg und stellt sich vor die Spieler, die vor knapp drei Monaten für eine der bitteren WM-Pleiten der jüngeren DFB-Geschichte gesorgt haben. Wer Klopp aus seinen Jahren bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool kennt, erkennt das Muster sofort: erst Rückhalt geben, dann Ansprüche stellen.
Ein Satz als Programm
Viel mehr als diese eine Aussage ist bislang nicht bekannt. Weder ein konkretes Datum für den Nations-League-Auftakt noch der erste Gegner unter Klopp sind offiziell verkündet. Klopp gibt damit schon vor dem ersten Spiel die Tonlage vor.
Die Botschaft an die Öffentlichkeit ist simpel: Der Bruch mit der WM-Blamage soll nicht über Ausgrenzung passieren, sondern über Zusammenhalt. Der nächste Beweis kommt nicht per Zitat, sondern im ersten Nations-League-Spiel.
Für Klopp persönlich ist es der erste öffentliche Testlauf in seiner neuen Rolle. Bislang kennt man ihn als Trainer, der laut wird, wenn es nötig ist, und genauso laut lobt, wenn er es für richtig hält. Seine erste Bundestrainer-Ansage fällt eindeutig in die zweite Kategorie.
Wird Klopps Vertrauens-Ansatz die Mannschaft wieder aufbauen?
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