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Schalke-Ultras schließen Frieden mit Gladbach-Fans
Zwischen Ultra-Gruppen im deutschen Fußball herrscht meist ein Klima aus Rivalität, Misstrauen und alten Rechnungen. Die Schalker Ultra-Szene bricht damit jetzt in einem konkreten Fall: Eine Fanfreundschaft mit einer Fangruppe von Borussia Mönchengladbach wurde offiziell bestätigt, ein Schritt, der in der Ultra-Welt alles andere als alltäglich ist.
Fanfreundschaften zwischen Ultra-Gruppen zweier Bundesliga-Klubs sind eine Rarität. Meistens entstehen solche Bündnisse zwischen Gruppen aus unterschiedlichen Ligen oder gar Ländern, weil dort die sportliche Konkurrenz keine Rolle spielt. Zwischen zwei Vereinen, die sich regelmäßig in derselben Liga begegnen, ist so ein Pakt eine andere Kategorie: Er bedeutet, dass zwei Fanlager, die sich sportlich nichts schenken, sich abseits des Platzes trotzdem als Verbündete verstehen.
Genau das ist zwischen der Schalker Ultra-Szene und einer Fangruppe von Borussia Mönchengladbach passiert. Welche konkrete Gladbacher Gruppe hinter dem Pakt steht, ist bislang nicht bekannt, ebenso wenig die genauen Umstände oder der Zeitpunkt der Annäherung. Bestätigt ist nur das Ergebnis: eine offizielle Freundschaft zwischen zwei Fanlagern, die sich bislang eher als Konkurrenten begriffen haben.
Warum solche Pakte selten sind
Ultra-Freundschaften basieren traditionell auf gemeinsamen Werten, ähnlicher Fankultur oder einer geteilten Gegnerschaft zu einem dritten Klub. Zwischen direkten Ligakonkurrenten fehlt meist genau das: Zu oft prallen die eigenen Interessen im Stadion aufeinander, zu häufig sorgen Derbys oder enge Tabellenduelle für Reibung. Wenn zwei solche Gruppen trotzdem zueinanderfinden, ist das ein Signal, dass die Beziehung zwischen den Fanlagern über Jahre hinweg anders gewachsen ist als das sportliche Verhältnis der beiden Klubs.
Schalke und Gladbach sind sportlich keine klassischen Erzrivalen, aber beide Klubs tragen eine lange Fußball-Tradition und eine Fanszene, die viel Wert auf Selbstverständnis und Geschichte legt. Dass ausgerechnet hier ein offizieller Freundschaftspakt entsteht, wird in der Szene deshalb genau beobachtet.
Was das für die Stadion-Atmosphäre bedeuten könnte
Solche Pakte bleiben selten folgenlos für den Spieltag. Fanfreundschaften äußern sich oft in gemeinsamen Choreografien, gegenseitigen Besuchen bei Auswärtsspielen oder einem veränderten Ton zwischen den Kurven, wenn beide Mannschaften aufeinandertreffen. Ob und wie sich das zwischen Schalke und Gladbach konkret zeigt, bleibt offen, eine offizielle Reaktion der Vereinsführungen liegt bislang nicht vor.
Für die deutsche Fankultur ist der Fall trotzdem bemerkenswert: Er zeigt, dass sich Beziehungen zwischen Ultra-Gruppen unabhängig vom sportlichen Tabellenstand entwickeln können, und dass Rivalität auf dem Rasen und Solidarität auf den Rängen längst nicht immer dasselbe bedeuten müssen.
Wird die Fanfreundschaft das Schalke-Gladbach-Derby verändern?
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