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Wolfsburgs historischer Absturz — photo: Sportschau Fußball

Photo: Sportschau Fußball

Wolfsburgs historischer Absturz

Es gibt Niederlagen, die man vergisst. Und dann gibt es den Abend, an dem VfL Wolfsburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Gang in die Zweite Liga antreten muss. Ein 1:2 nach Verlängerung gegen SC Paderborn – und damit ist Geschichte geschrieben, auf die in Wolfsburg niemand gewartet hat.

By Lukas Bauer· Chefredakteur Fußball·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·1 MIN LESEZEIT

Der Moment, der alles verändert

Wolfsburg und Bundesliga – das war über Jahrzehnte eine Selbstverständlichkeit. Meisterschaft 2009, Europapokal-Nächte, Wolfsburg als fester Bestandteil der deutschen Fußball-Landschaft. Damit ist es vorbei. SC Paderborn hat den VfL mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung aus dem Oberhaus geschossen – und Dieter Hecking stand danach vor den Mikrofonen der Sportschau und suchte nach Worten.

"Wir werden sehen, was passieren wird" – so lautete Heckings Aussage nach dem Spiel, laut Sportschau. Kein großes Versprechen, kein trotziges Aufbäumen. Nur ein Mann, der gerade Zeuge einer Zäsur geworden ist, die er nicht verhindern konnte. Hecking, der den Klub in dieser Saison übernommen hatte, um genau das abzuwenden, steht jetzt vor den Trümmern.

Kettemann und Paderborn: Die andere Seite

Auf der anderen Seite des Platzes: purer Jubel. Ralf Kettemann, Trainer des SC Paderborn, sprach nach dem Schlusspfiff von einem grandiosen Moment für seinen Verein – "Das wird grandios", zitiert ihn die Sportschau. Paderborn hat geliefert, wenn es darauf ankam. Kettemann wirkte nicht wie ein Mann, der Mitleid hatte.

Das ist auch sein gutes Recht. Für Paderborn ist dieser Sieg alles – ein Ergebnis, das in der Vereinsgeschichte stehen bleibt.

Was jetzt kommt

Für Wolfsburg beginnt jetzt die schwierigste Aufgabe: Aufarbeitung. Ein Klub mit Volkswagen-Rückhalt, mit Infrastruktur und Ambitionen, die weit über die Zweite Liga hinausgehen – aber eben auch ein Klub, der in dieser Saison schlicht nicht gut genug war. Die Fragen nach Kader, Trainer und Strategie werden in den kommenden Wochen laut werden.

Hecking hat keine Antworten gegeben. Vielleicht hat er sie selbst noch nicht. Der VfL Wolfsburg in der 2. Bundesliga – das klingt nach wie vor wie ein Satz aus einer Parallelwelt. Jetzt ist es Realität.

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Es gibt Niederlagen, die man vergisst. Und dann gibt es den Abend, an dem VfL Wolfsburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Gang in die Zweite Liga antreten muss.

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