
Das Turnier ist vorbei, die Fragen bleiben — und der DFB hat noch keine Antworten. Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf öffentlich erklärt, dass er nicht einfach zur Tagesordnung übergehen will. Eine Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ist vertagt. Was das bedeutet, ist noch offen. Was es signalisiert, ist es nicht.
Deutschland scheidet früh aus. Wieder. Die WM 2026 hätte ein nächster Schritt werden sollen — nach dem emotionalen Neustart bei der Heim-EM 2024, nach Jahren des Wiederaufbaus unter Nagelsmann. Stattdessen: ein Ausscheiden, das den Verband in eine vertraute Schockstarre versetzt. Bernd Neuendorf hat sich laut übereinstimmenden Berichten von Kicker und Sportschau öffentlich geäußert und einen Reviewprozess angekündigt, der in den kommenden Tagen stattfinden soll. Eine klare Aussage zur Zukunft Nagelsmanns? Fehlanzeige.
Neuendorf wählt seine Worte mit Bedacht — und genau das sagt alles. Wer nach einem Turnier einfach weitermacht, braucht keine Pressekonferenz, um das zu erklären. Der DFB-Präsident tut es trotzdem. Das ist kein Routinevorgang.
Die genauen Umstände des deutschen Ausscheidens sind noch nicht vollständig aufgearbeitet. Ob Nagelsmann intern bereits über eine mögliche Gefährdung seines Postens informiert wurde, ist unklar. Ebenso offen: Ob der angekündigte Reviewprozess eine echte Analyse werden soll oder ein diplomatisches Weichspülen vor einer bereits getroffenen Entscheidung. Beides ist möglich. Beim DFB war beides schon zu beobachten.
Feststeht: Neuendorf will laut eigener Aussage nicht einfach übergehen. Das ist, gemessen an DFB-Verhältnissen, eine ungewöhnlich direkte Ansage.
Nagelsmann hat die Nationalmannschaft aus einem Tief herausgeführt, das nach dem WM-Vorrunden-Aus 2022 in Katar kaum tiefer hätte sein können. Die Heim-EM 2024 war ein emotionaler Neustart — das Ausscheiden im Viertelfinale schmerzte, aber die Art, wie Deutschland spielte, gab Hoffnung. Diese Hoffnung hat die WM 2026 nun aufgebraucht.
Ein Bundestrainer wird nicht allein an Ergebnissen gemessen — aber eben auch nicht nur an Spielideen. Und ein zweites großes Turnier ohne echten Tiefgang ist für jeden Trainer eine schwer zu verteidigende Bilanz.
Namen kursieren — das ist bei solchen Konstellationen unvermeidlich. Als mögliche Kandidaten gelten aus redaktioneller Einschätzung Trainer wie Ralf Rangnick, der in Österreich bewiesen hat, dass er Nationalmannschaften formen kann, sowie Hansi Flick, der nach seiner Zeit beim FC Barcelona wieder verfügbar wäre. Auch ein Schnitt in Richtung eines jungen deutschen Trainers wird diskutiert — ein Gedanke, der beim DFB traditionell länger braucht, um zu reifen. Offizielle Bestätigung für konkrete Kandidaten gibt es derzeit nicht.
Neuendorf hat sich auf keinen Namen festgelegt. Noch nicht.
Der DFB steht vor einer Entscheidung, die über einen Trainerwechsel hinausgeht. Es geht darum, welche Art von Fußball Deutschland in den nächsten Jahren spielen will — und wer dafür der richtige Mann ist. Ein Review kann das klären. Er kann aber auch nur Zeit kaufen.
Neuendorf hat versprochen, dass es kein einfaches Weiter-so gibt. Daran wird er gemessen werden.
Das Turnier ist vorbei, die Fragen bleiben — und der DFB hat noch keine Antworten. Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf öffentlich erklärt, dass er nicht…
Lähteet
Kicker Fußball
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“Stays on Deutschland — different angle, same beat.”
MAAJOUKKUEETDeutschland ist draußen — und zwar auf eine Art, über die man in den nächsten Jahren noch reden wird. Nach dem blamablen WM-Aus der Nationalmannschaft hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf erstmals auf di
“Stays on Deutschland — different angle, same beat.”
MAAJOUKKUEETDeutschland ist draußen — und zwar auf eine Art, über die man in den nächsten Jahren noch reden wird. Nach dem blamablen WM-Aus der Nationalmannschaft hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf erstmals auf di