
3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay – und das war's. Deutschland ist bei der WM 2026 raus, und Mats Hummels sagt jetzt das, was viele schon länger gedacht haben: Die Euphorie rund um die Heim-EM 2024 hat über echte, strukturelle Probleme hinweggetäuscht. Das hier ist kein Ausrutscher. Das ist das Ergebnis von Jahren.
Paraguay. Im Elfmeterschießen. Das ist das Bild, das von dieser deutschen WM-Kampagne bleibt. 3:4 – und eine Mannschaft, die sich nach dem Turnier fragen lassen muss, was sie eigentlich war. Kein Gastgeber-Bonus diesmal, keine Euphorie-Welle, die über taktische Lücken hinwegträgt. Nur ein nüchternes Ergebnis und eine Menge offener Fragen.
Mats Hummels, Weltmeister von 2014 und einer der wenigen, der sich in solchen Momenten nicht hinter Diplomatie versteckt, hat sich zu Wort gemeldet – und er macht es kurz und schmerzhaft: Schon die Europameisterschaft 2024 sei zu gut geredet worden, laut Sport.de. Der Viertelfinale-Einzug im eigenen Land, die Begeisterung auf den Fanmeilen, das plötzliche Wirgefühl – all das habe den Blick auf die eigentlichen Baustellen vernebelt, so Hummels. Auch der Kicker berichtet über die anhaltende Grundsatzkritik an der DFB-Struktur nach dem Turnier-Aus.
Das ist ein harter Satz. Denn die EM 2024 galt intern wie extern als Aufbruchssignal, als Beweis, dass die Nationalmannschaft nach Jahren des Mittelmaßes wieder ankommt. Wenn Hummels das jetzt als kollektive Selbsttäuschung einordnet, dann ist das kein Nörgeln eines Aussortierten – das ist die Einschätzung eines Mannes, der weiß, wie sich eine funktionierende DFB-Mannschaft anfühlt.
Deutschland ist seit dem WM-Titel 2014 in einer schleichenden Erosion. Gruppenphase 2018, Gruppenphase 2022 – die EM 2024 unterbrach das Muster kurz, ohne es zu brechen. Was Hummels beschreibt, ist ein System, das sich lieber gut fühlt als ehrlich ist: Einzelne Auftritte werden überbewertet, strukturelle Schwächen werden vertagt, und nach jedem Turnier beginnt der Zyklus von vorne.
Das Aus gegen Paraguay passt in dieses Bild. Nicht weil Paraguay schwach wäre – sie standen zu Recht in der Runde der letzten 16 –, sondern weil das Elfmeterschießen einmal mehr offenbarte, was Hummels meint: Wer strukturelle Probleme verdrängt, stolpert irgendwann über sie. Das ist unsere Einschätzung – nicht ein Hummels-Zitat.
Hummels hat den Satz gesagt. Jetzt muss der DFB liefern – nicht eine neue Erklärung, sondern eine echte Antwort.
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Sources
Sport.de Fußball
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“Stays on Deutschland — different angle, same beat.”
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