Das Turnier ist vorbei, die Messer sind draußen. Kaum hat Deutschland die WM 2026 in den USA früher als erwartet beendet, meldet sich Thomas Hitzlsperger zu Wort – und er spart nicht mit Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann. Laut Sportschau bemängelt der frühere Nationalspieler vor allem eines: Nagelsmann fehle es an Souveränität.
Souveränität – das ist kein kleines Wort im deutschen Fußball. Es meint nicht nur Ruhe auf der Pressekonferenz, sondern die Fähigkeit, eine Mannschaft in schwierigen Momenten zu führen, Entscheidungen mit Überzeugung zu vertreten und dem Umfeld das Gefühl zu geben: Hier weiß jemand, was er tut. Genau das, so Hitzlsperger laut Sportschau, vermisse er bei Nagelsmann – eine Einschätzung, die der Kicker in seiner Nachberichterstattung aufgreift und als repräsentativ für die Stimmung im deutschen Fußball einordnet.
Der 42-Jährige, der als Spieler selbst 52 Länderspiele für Deutschland bestritt, ist kein Lautsprecher. Wenn Hitzlsperger öffentlich den Bundestrainer angeht, hat das Gewicht – und es dürfte nicht die letzte solche Stimme bleiben.
Sportschau-Reporter Alex Schlüter berichtet aus Winston-Salem, wo die Stimmung im deutschen Lager offenbar alles andere als aufgeräumt ist. Der Kicker bestätigt: Deutschland schied in der Gruppenphase der WM 2026 aus – drei Spiele, zu wenig Punkte, Heimreise. Ein frühes Aus auf amerikanischem Boden, acht Jahre nach dem Debakel von Russland. Das ist kein Betriebsunfall mehr, das ist ein Muster.
Die Aufarbeitung hat begonnen, bevor die Koffer gepackt sind.
Nagelsmann ist kein unerfahrener Trainer. Er hat Bayern München und RB Leipzig gecoacht, er kennt Druck. Aber die Nationalmannschaft ist ein anderes Tier – weniger Trainingszeit, mehr Öffentlichkeit, und ein Umfeld, das bei jedem Stolperer sofort reagiert. Hitzlspergers Kritik trifft genau diesen Punkt: Nicht die Taktik, nicht die Aufstellung, sondern die Ausstrahlung. Wer eine Nation führt, muss auch dann ruhig wirken, wenn es brennt.
Ob das fair ist? Vielleicht nicht immer. Aber im deutschen Fußball-Diskurs ist Souveränität keine Soft Skill – sie ist Voraussetzung.
Der DFB wird sich erklären müssen. Nagelsmann wird sich erklären müssen. Und die Frage, ob er der richtige Mann für den Job bleibt, wird in den nächsten Wochen nicht leiser werden. Hitzlsperger hat den Ton gesetzt – sachlich, aber eindeutig. Das ist selten die letzte Stimme in solchen Momenten.
Nagelsmann schwieg bislang öffentlich zu den Vorwürfen. Er musste nicht.
Das Turnier ist vorbei, die Messer sind draußen. Kaum hat Deutschland die WM 2026 in den USA früher als erwartet beendet, meldet sich Thomas Hitzlsperger zu Wort – und er spart nicht mit Kritik an Bundestrainer Julian…
Bronnen
Sportschau Fußball
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“Stays on WM 2026 — different angle, same beat.”
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