
Drei Weltmeisterschaften, drei Frühausscheiden — Deutschland hat bei der WM 2026 das nächste Kapitel einer Krise geschrieben, die langsam zur Identitätsfrage wird. Sportschau kommentiert offen: Julian Nagelsmann soll weg. Und der Kicker stimmt in den Chor ein.
Es war 2018 die Vorrunde in Russland. Es war 2022 die Vorrunde in Katar. Und jetzt, 2026 in Nordamerika, folgt das nächste bittere Kapitel für den DFB. Sowohl Sportschau als auch der Kicker berichten übereinstimmend: Deutschland ist gegen Paraguay ausgeschieden — ein Ergebnis, das in der deutschen Fußballöffentlichkeit einschlägt wie ein Fehlpass im Elfmeterschießen: vorhersehbar für manche, trotzdem nicht zu fassen. Drei WM-Turniere, dreimal früh raus: Das ist kein Zufall mehr, das ist ein Muster.
Die Dimension des Scheiterns lässt sich kaum übertreiben. Deutschland ist eine der erfolgreichsten Fußballnationen der Geschichte — vier Weltmeistertitel, Rekordteilnahmen, eine Bundesliga, die jahrelang als Exportschlager galt. Dass ausgerechnet diese Nation dreimal in Serie nicht über die frühen Runden hinauskommt, ist mehr als ein sportliches Problem. Es ist ein strukturelles.
Der öffentlich-rechtliche Sender Sportschau hat in einem Kommentar unmissverständlich Stellung bezogen: Es sei Zeit für einen neuen Bundestrainer. Das ist keine Randmeinung aus dem Twitteruntergrund — Sportschau ist das Flaggschiff der deutschen Fußballberichterstattung, die ARD-Plattform, die Millionen Zuschauer erreicht. Auch der Kicker, das älteste und meistgelesene Fußballfachmagazin des Landes, schlägt in dieselbe Kerbe. Wenn beide offen den Rauswurf von Julian Nagelsmann fordern, dann ist das kein Rauschen im Blätterwald — das ist ein Signal, das beim DFB ankommen wird.
Nagelsmann hatte die Mannschaft nach dem Heim-EM-Halbfinale 2024 mit neuem Schwung in die WM-Qualifikation geführt — die Erwartungen waren gestiegen, der Kredit war da. Jetzt ist er aufgebraucht. Eine offizielle Reaktion des DFB oder ein Statement von Nagelsmann selbst liegt bislang nicht vor.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Druck auf den DFB wächst — der wächst bereits. Die Frage ist, ob der Verband diesmal schneller reagiert als nach den vorherigen Turnieren. Nach 2018 blieb Joachim Löw, mit bekanntem Ausgang. Nach 2022 kam Hansi Flick, der ebenfalls scheiterte. Nagelsmann war der Neustart nach dem Neustart.
Ein dritter Neustart innerhalb eines Jahrzehnts klingt nach Ratlosigkeit — aber die Alternative, an einem Trainer festzuhalten, der dreimal in Folge bei einem Großturnier früh ausscheidet, klingt nach noch mehr davon. Der nächste WM-Zyklus beginnt sofort. Und irgendwo da draußen wartet ein Trainer, der Deutschland wieder zu dem macht, was es mal war: eine Mannschaft, die man nicht gerne im Turnier hat.
Drei Weltmeisterschaften, drei Frühausscheiden — Deutschland hat bei der WM 2026 das nächste Kapitel einer Krise geschrieben, die langsam zur Identitätsfrage wird.
Fontes
Sportschau Fußball
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“Stays on Deutschland — different angle, same beat.”
SELEÇÕESDrei Weltmeisterschaften. Drei frühe Exits. Und jetzt das: Deutschland scheidet bei der WM 2026 erstmals in der Geschichte im Elfmeterschießen aus — gegen Paraguay. Was einst undenkbar war, ist inzwis
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