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Basler zerlegt Bayern und Karl — photo: Sport.de Fußball

Photo: Sport.de Fußball

Basler zerlegt Bayern und Karl

Ein Aufsteiger, der eigentlich nur mitspielen sollte, hat dem FC Bayern gegen SV Elversberg wieder mal die Grenzen aufgezeigt. Und Mario Basler wäre nicht Mario Basler, wenn er danach nicht sofort den Finger in die Wunde legen würde, gleich zweimal.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Der FC Bayern wollte gegen den Bundesliga-Neuling durchmarschieren, kam gegen SV Elversberg aber nicht in den erwarteten Tritt. Statt der souveränen Nummer, die man von der Startelf des deutschen Rekordmeisters erwartet, gab es ein zähes Duell, in dem der Aufsteiger länger als geplant mithalten konnte.

Genug Stoff für Mario Basler, der sich beim Portal Sport.de zu Wort gemeldet hat. Der frühere Nationalspieler nimmt sich nicht nur die Auftritte gegen Elversberg vor, sondern gleich das gesamte Spielprinzip der Münchner in dieser frühen Saisonphase. Basler sieht die Art und Weise, wie Bayern derzeit gegen tiefstehende, kompakte Gegner agiert, kritisch.

Karl im Fokus

Besonders deutlich wird Basler bei Lennart Karl. Der junge Angreifer gilt intern als eines der spannendsten Talente im Kader, doch Basler zweifelt öffentlich an dessen Reife für die ganz großen Aufgaben bei den Bayern. Details, wie genau Karl gegen Elversberg auftrat, nennt Basler dabei nicht, seine Botschaft ist trotzdem klar: Der Sprung von Talent zu Stammspieler ist noch nicht vollzogen.

Für Bayern ist das kein Weltuntergang, aber ein Weckruf. Ein Auftritt wie gegen Elversberg gegen eine Mannschaft, die ihre erste Bundesliga-Saison überhaupt bestreitet, wird in München traditionell nicht klein diskutiert. Vincent Kompany weiß das besser als jeder andere an der Säbener Straße: Die Erwartungshaltung kennt keine Schonzeit für Aufsteiger-Spiele.

Was jetzt zählt

Die Debatte um Karl reiht sich ein in eine größere Frage: Wie viel Verantwortung darf ein Bayern-Trainer jungen Spielern schon jetzt geben, wenn die Automatismen im Spiel gegen tiefe Blöcke noch nicht greifen? Basler hat seinen Teil dazu gesagt. Jetzt muss Kompany liefern, spätestens gegen die nächste Mannschaft, die sich hinten reinstellt.

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