
Photo: Sportschau Fußball
Bosnien ohne Džeko — was nun?
Ausgerechnet jetzt, ausgerechnet er: Edin Džeko ist beim WM-Gruppenspiel von Bosnien und Herzegowina gegen die USA verletzt ausgewechselt worden. Laut Sportschau musste der Kapitän und Rekordtorschütze der Zmajevi vorzeitig vom Platz — die Natur der Verletzung ist bislang unklar. Für ein Team, das ohne seinen Stürmer-Talisman schlicht ein anderes ist, kommt das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Hinweis: Dieser Artikel basiert derzeit auf einer einzigen Quelle (Sportschau Liveblog) — wir aktualisieren, sobald eine zweite unabhängige Quelle oder eine offizielle Verbandsmitteilung vorliegt.
Was passiert ist
Džeko — 38 Jahre alt, Bosniens ewiger Knipser, Anführer auf und neben dem Platz — musste das Gruppenspiel gegen die USA vorzeitig beenden. Sportschau berichtete aus dem Liveblog, dass er verletzt ausgewechselt wurde. Wie schwer die Blessur ist und ob er für die weiteren WM-Spiele zur Verfügung steht, ist nach aktuellem Stand nicht bekannt.
Ein Mann, der in seiner Karriere für Klubs wie Inter Mailand, AS Roma und Fenerbahçe getroffen hat wie andere Leute atmen — und der Bosnien mehr oder weniger im Alleingang in die internationale Fußball-Landkarte gespielt hat.
Was das für Bosnien bedeutet
Bosnien und Herzegowina hat Džeko nicht nur als Torschützen — sie haben ihn als Identität. Wer sonst soll den Ball festmachen, wenn es eng wird? Wer sonst zieht die Gegenspieler auf sich, damit Raum entsteht? Die Antwort auf diese Fragen hat Selektortrainer Sergej Barbarez im Kader, aber eine wirklich befriedigende gibt es nicht.
Das ist das Problem mit Spielern, die ein Nationalteam über eine Generation prägen: Wenn sie ausfallen, fällt nicht nur ein Name aus der Startelf. Es fällt ein ganzes System.
Džeko selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass diese WM — Bosniens erste überhaupt — ein besonderer Moment für ihn ist. Ob er noch einmal zurückkommt, hängt davon ab, was die Ärzte in den nächsten Stunden sagen.
Quellen1 Quelle
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