Frankfurt entlässt Athletik-Chef, sagt aber nichts
Bei Eintracht Frankfurt ist der Athletik-Chef schon länger weg, nur weiß davon offiziell keiner. Laut Kicker hat sich der Verein vor Wochen von Schahriar Bigdeli getrennt, ohne das je zu verkünden. Ausgerechnet jetzt, wo die Eintracht mit einem Punkt aus zwei Spielen und Rang 13 in der Bundesliga dasteht, wirkt das Schweigen lauter als jede Pressemitteilung.
Die Trennung, von der niemand sprach
Schahriar Bigdeli war bei Eintracht Frankfurt für die Athletik zuständig, also für genau den Bereich, der bei einem Verein mit Champions-League-Ambitionen und vollem Terminkalender eigentlich nicht in der Stille verschwinden sollte. Laut Kicker liegt die Trennung schon Wochen zurück. Eine offizielle Bestätigung des Vereins gibt es bis zur Berichterstattung nicht.
Genau der Zeitpunkt ist es, den der Kicker in den Mittelpunkt seiner Meldung stellt. Wer wochenlang nicht kommuniziert, dass eine Schlüsselposition im Betreuerstab neu besetzt werden muss, wirft automatisch die Frage auf, was intern gerade nicht rund läuft.
Eine Baustelle, die zur Tabelle passt
Frankfurt steht nach zwei Spieltagen bei einem Punkt, einem Sieg fehlt noch, die Tordifferenz liegt bei minus drei. Ein Remis, eine Niederlage, Rang 13: keine Katastrophe, aber auch kein Start, der Ruhe im Umfeld schafft. Dino Toppmöller muss seine Mannschaft ohne offiziell benannten Athletik-Chef durch die frühe Saisonphase bringen, mitten im engen Rhythmus aus Bundesliga und internationalem Geschäft.
Ein Verein, der seinen Athletik-Chef wochenlang unkommentiert gehen lässt, sendet damit ein Signal, das nicht zur sonst so durchgeplanten Frankfurter Kommunikationslinie passt.
Was die Verzögerung wirklich sagt
Offizielle Gründe für die Entlassung gibt es bislang keine, weder vom Verein noch von Bigdeli selbst. Das genaue Datum der Trennung bleibt ebenfalls offen. Was bleibt, ist ein Verein, der eine personelle Veränderung in einer sportlich sensiblen Phase lieber verschweigt, als sie zu erklären.
Die Erwartungshaltung an der Frankfurter Bank bleibt hoch, während im Maschinenraum offenbar längst jemand anderes das Steuer übernommen hat, ohne dass es irgendwer offiziell bestätigt hat.
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