
Photo: Sportschau Fußball
Klopps erstes Spiel als DFB-Chef endet bitter
Jürgen Klopp wollte mit einem Sieg starten, bekam aber erst mal die volle Dosis DFB-Realität: Deutschland führte in Amsterdam lange gegen die Niederlande, kassierte dann tief in der Nachspielzeit noch den Ausgleich durch Cody Gakpo und musste sich am Ende mit einem 1:1 begnügen.
Ein Start mit Haken
Das Nations-League-Spiel am 24. September 2024 war Klopps erster Auftritt als Bundestrainer, und die Bühne war groß genug: Auswärts bei den Niederlanden, live übertragen, mit ganz Fußball-Deutschland im Beobachtungsmodus. Über weite Strecken lieferte seine Mannschaft genau das Bild, das er sich erhofft hatte, laut Sportschau ein Auftritt mit Enthusiasmus, aber auch mit klaren Fehlern.
Führung verwaltet, Nachspielzeit verschenkt
Deutschland ging in Führung und hielt diese bis in die Schlussphase, ehe Cody Gakpo in der Nachspielzeit traf und den Niederländern das 1:1 rettete. Genau der Moment, den Klopp bei Liverpool über Jahre trainiert hat zu verhindern, kehrte an seinem ersten Abend im DFB-Trikot zurück: eine Führung, die in der letzten Minute wegrutscht.
Zwischen Aufbruch und Warnsignal
Die deutsche Presse reagierte gespalten. Der Kicker sammelte Stimmen, die das Spiel mal als "Ein-Mann-Theater", mal als "Boxkampf" beschrieben, was ziemlich genau trifft, wie das Duell wirkte: laut, kämpferisch, mit Klopp mitten drin. Genau diese Mischung, viel Schwung nach vorne, aber eine Verteidigung, die in der Crunchtime wackelt, dürfte die kommenden Monate seiner Amtszeit prägen.
Für Klopp bedeutet das Debüt keine Katastrophe, aber auch keinen Freifahrtschein. Ein Sieg wäre die perfekte Antwort auf all die Fragezeichen gewesen, die seinen Wechsel von der Anfield-Bank auf die Bundestrainer-Bank begleitet haben. Stattdessen bleibt ein Remis, das zeigt: Der Umbau ist nicht in einer Nacht erledigt, egal wer auf der Trainerbank sitzt.
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