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Reis wechselt zum Rivalen und bleibt ehrlich — photo: Sportschau Fußball

Photo: Sportschau Fußball

Reis wechselt zum Rivalen und bleibt ehrlich

Ludovit Reis war Kapitän beim HSV. Jetzt trägt er das Trikot von Werder Bremen, und bei seiner Vorstellung machte er keinen Hehl daraus, dass sein Herz noch ein Stück in Hamburg hängt.

By Tobias König· Spielberichterstatter·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Der Nordderby-Wechsel schlechthin: Ein ehemaliger HSV-Kapitän geht zum größten Rivalen. Das sorgt in beiden Fanlagern für Gesprächsstoff, und Reis hat sich dem nicht entzogen, sondern direkt bei seiner offiziellen Vorstellung in Bremen dazu geäußert.

Zwei Lieben, ein Konflikt

Reis sprach öffentlich über seine Zuneigung zu Hamburg und zum HSV, wo er lange das Kapitänsamt trug, bevor er nun bei Werder Bremen anheuerte. Für viele Anhänger auf beiden Seiten der Weser-Elbe-Rivalität ist das eine schwer verdauliche Kombination: Wie kann jemand beide Klubs lieben, die sich seit Jahrzehnten als Erzrivalen im Norden gegenüberstehen?

Der Umgang mit dem Hass

Laut Sportschau berichtete Reis auch davon, wie er mit Hasskommentaren von Fans umgeht, die seinen Wechsel und seine offenen Aussagen zu beiden Klubs nicht goutieren. Statt sich zurückzuziehen oder das Thema zu umschiffen, wählte er den Weg der Offenheit, gerade bei einem Termin, der eigentlich nur der sportlichen Präsentation dienen sollte.

Das ist eine Ansage, die man von Profis in dieser Position selten hört. Viele Spieler in ähnlichen Situationen würden auf Nummer sicher gehen und ihre alte Liebe verschweigen, um den neuen Fans zu gefallen. Reis macht das Gegenteil.

Was das für Werder und den HSV bedeutet

Für Werder Bremen ist Reis ein Spieler mit Bundesliga-Erfahrung und Führungsqualitäten, was seine Kapitänsrolle beim HSV belegt. Für die Fans in Hamburg dürfte der Wechsel schon für sich genommen schmerzen, ganz ohne öffentliche Bekenntnisse zur alten Liebe. Reis selbst hat mit seiner offenen Haltung bereits klargemacht, dass er sich von den Hasskommentaren nicht von seinem Kurs abbringen lässt.

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Ludovit Reis war Kapitän beim HSV. Jetzt trägt er das Trikot von Werder Bremen, und bei seiner Vorstellung machte er keinen Hehl daraus, dass sein Herz noch ein Stück in Hamburg hängt.

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