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Messis stilles Abschiedswort — Photo: Мысякин Александр via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Photo: Мысякин Александр via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Messis stilles Abschiedswort

Argentinien steht im WM-Halbfinale. Lionel Messi steht vor der Kamera — und sagt in wenigen Sätzen mehr als die meisten Spieler in einer ganzen Karriere. Nach dem 3:1 gegen die Schweiz, das die Albiceleste in die Runde der letzten Vier schickt, klingt Messi nicht wie jemand, der feiert. Er klingt wie jemand, der jeden Moment festhält.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·1 MIN LESEZEIT

Das Spiel

Argentinien, Weltmeister von 2022, lässt sich auch bei dieser WM nicht aus der Ruhe bringen. Das 3:1 gegen die Schweiz im Viertelfinale war kein Selbstläufer — die Schweizer sind kein Team, das sich einfach wegschicken lässt — aber am Ende steht Argentinien im Halbfinale. Wieder. Wie so oft in den letzten Jahren.

Dass dieses Team in der Lage ist, große Turniere zu überstehen, ist längst keine Überraschung mehr. Genau das ist das Problem — oder, je nach Perspektive, das Wunder.

Messis Worte

Nach dem Abpfiff trat Messi vor die Mikrofone und sagte, laut Kicker, das Team habe die Menschen an Dinge gewöhnt, die nicht normal seien. Kein Triumphgebrüll, kein Pathos. Nur diese eine ruhige Feststellung — und dann der Satz, der hängenbleibt: Er wisse nicht, ob er das nochmal erleben werde.

Messi ist 38 Jahre alt. Er spielt noch, er spielt gut, er spielt bei dieser WM. Aber er selbst zieht die Grenze in Sichtweite — nicht dramatisch, nicht mit Tränen, sondern mit der Nüchternheit eines Mannes, der weiß, was er hat, und weiß, dass es endlich ist.

Er hat nicht gesagt, dass es sein letztes Turnier ist. Er hat auch nicht gesagt, dass es das nicht ist. Dieser Zwischenraum ist das Eigentliche.

Was dieses Team bedeutet

Argentinien 2021, 2022, jetzt 2026 — diese Mannschaft hat eine Generation von Fußballfans mit Momenten versorgt, die sich ins Gedächtnis brennen. Die Copa América in Brasilien. Der WM-Titel in Katar, dieser Finalabend gegen Frankreich, der sich anfühlte wie ein Spiel, das man sich ausgedacht hat. Und jetzt wieder ein Halbfinale bei einer Weltmeisterschaft.

Messi hat recht: Das ist nicht normal. Kein anderes Land der Welt hat in diesem Zeitraum so konstant auf diesem Niveau abgeliefert — und keiner hat diesen Lauf so sehr verkörpert wie er.

Dass er das selbst benennt, fast schon entschuldigend, fast schon staunend — das ist der Messi-Moment dieser WM. Nicht das Tor, nicht die Vorlage. Dieser Satz.

Er hat nicht geweint. Er hat einfach kurz innegehalten — und das war genug.

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Argentinien steht im WM-Halbfinale. Lionel Messi steht vor der Kamera — und sagt in wenigen Sätzen mehr als die meisten Spieler in einer ganzen Karriere.

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