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Alex Meier: Der Fußballgott und sein Herbst

Für eine Saison war Alex Meier der beste Torjäger der Bundesliga – obwohl ihn eine Operation zum vorzeitigen Saisonende zwang. Was danach kam, war eine lange Serie aus Verletzungen, einem stillen Karriereende und einem zweiten Leben als Trainer bei genau dem Verein, der ihn zur Legende gemacht hatte.

By Lukas Bauer· Chefredakteur Fußball·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

Die eine Saison

In der Saison 2014/15 erzielte Alex Meier 19 Tore in 26 Spielen für Eintracht Frankfurt – und wurde damit Torschützenkönig der Bundesliga, zwei Tore vor den Bayern-Stars Arjen Robben und Robert Lewandowski. Bemerkenswert daran: Meiers Saison endete vorzeitig. Am 14. April 2015 wurde er an der Patellasehne operiert und fiel für die verbleibenden sieben Spieltage aus. Die Torausbeute reichte trotzdem für die Krone – ein Kunststück, das seinen Status bei den Frankfurter Fans zementierte, wo er längst als „Fußballgott“ gefeiert wurde, seit er nach dem Abschied von Oka Nikolov zum dienstältesten Spieler des Kaders aufgestiegen war.

Es war nicht Meiers einziges gutes Jahr in Frankfurt. Schon 2011/12 hatte er mit 17 Toren die Torjägerkrone der 2. Bundesliga geholt, in der Saison 2012/13 traf er 16-mal und half der Eintracht zur Qualifikation für die Europa League. Doch 2014/15 war der Höhepunkt: die individuelle Auszeichnung, die er trotz Verletzung mit nach Hause nahm, und die Aufnahme in die Mannschaft der Saison der Vereinigung Deutscher Vertragsfußballer.

Was danach kam

Meier wurde vor der Saison 2015/16 zum Kapitän ernannt und legte mit einem Dreierpack beim 6:2 gegen Köln einen furiosen Start hin. Doch im Februar 2016 zog er sich eine Knieverletzung zu, die ihn für den Rest der Saison ausbremste. Die Saison 2016/17 verlief bereits deutlich schwächer: fünf Tore in 25 Einsätzen. Im Sommer 2017 verletzte er sich beim Joggen am Fuß, wurde in der Folge dreimal operiert und erkrankte zusätzlich an Borreliose. Die gesamte Saison 2017/18 bestritt er nur einen einzigen Pflichtspieleinsatz – am vorletzten Spieltag gegen den Hamburger SV, bei dem er in der Nachspielzeit noch traf. Als die Eintracht im Mai 2018 den DFB-Pokal gewann, war Meier während der gesamten Pokalsaison kein einziges Mal im Kader gestanden. Wenig später gab der Verein bekannt, seinen Vertrag nicht zu verlängern.

Es folgte eine kurze Rückkehr zum FC St. Pauli 2019, dann ein Engagement in Australien bei den Western Sydney Wanderers, das nach zwölf Ligaspielen und einer schwierigen persönlichen Phase – seine Familie erhielt kein Visum, um zu ihm zu ziehen – vorzeitig endete. Im Januar 2020 erklärte Meier seinen Rücktritt vom aktiven Fußball.

Zurück bei der Eintracht

Meier blieb dem Verein treu, der ihn groß gemacht hatte. Zur Saison 2020/21 begann er als Co-Trainer in der Nachwuchsabteilung von Eintracht Frankfurt, zunächst bei der U16, dann bei der U19 und weiteren Jugendmannschaften, ehe er 2023/24 erstmals als Cheftrainer eine Mannschaft übernahm. Im Januar 2026 sprang er nach der Trennung von Dino Toppmöller gemeinsam mit Dennis Schmitt interimsweise bei der Profimannschaft ein, bevor mit der Verpflichtung von Albert Riera beide wieder in ihre angestammten Rollen zurückkehrten. Aus dem Torjäger, der einst mit verletztem Knie noch die Torjägerkrone holte, ist so über Umwege ein Trainer im eigenen Ausbildungssystem geworden.

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Für eine Saison war Alex Meier der beste Torjäger der Bundesliga – obwohl ihn eine Operation zum vorzeitigen Saisonende zwang. Was danach kam, war eine lange Serie aus Verletzungen, einem stillen Karriereende und einem…

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