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Neuer weg, ter Stegen noch fit: Wer hütet das DFB-Tor?
Manuel Neuer ist weg. Das sollte die Sache eigentlich klären. Aber wer glaubt, Deutschlands längste Torwartdebatte findet mit Neuers Abgang endlich ihr Ende, hat die Rechnung ohne Marc-André ter Stegen gemacht. Wie der Kicker analysiert, hat sich ter Stegen durch Verletzungspech und Timing-Unglück in eine der tragischsten Nebenrollen des deutschen Fußballs gespielt.
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Ein Kapitel schließt sich, das nächste ist noch nicht aufgeschlagen
Neuer hat das DFB-Trikot zuletzt getragen, und mit ihm geht eine Ära, die den deutschen Torwart als Weltstandard definiert hat: Weltmeister 2014, jahrelang bester Keeper der Welt, der Mann, der das Sweeper-Keeper-Spiel neu erfunden hat. Sein Rücktritt vom Nationalteam ist kein Schock mehr, eher eine Bestätigung dessen, was sich seit Monaten abgezeichnet hat.
Das Problem ist nur: Der Platz, den Neuer hinterlässt, ist nicht einfach frei. Ter Stegen, seit Jahren Stammkeeper beim FC Barcelona und in der Königsklasse einer der verlässlichsten Torhüter Europas, hat auf diesen Moment hingearbeitet. Und ausgerechnet jetzt, wo die Bahn frei sein sollte, steht er nicht da, wo er stehen möchte.
Ter Stegens bitteres Timing
Der Kicker beschreibt ter Stegens Situation als "bitteres Schicksal", und das trifft es. Ob es die schwere Knieverletzung ist, die ihn monatelang außer Gefecht gesetzt hat, oder schlicht das Gefühl, jahrelang im Schatten eines Ausnahmekeepers gestanden zu haben: Ter Stegen hat laut Kicker nie die ungeteilte Rückendeckung bekommen, die ein Stammtorhüter der Nationalmannschaft braucht, um sich wirklich zu entfalten.
Jahrelang war die Debatte dieselbe: Neuer oder ter Stegen? Bundestrainer nach Bundestrainer hat sich, so die Kicker-Analyse, irgendwo zwischen den Stühlen positioniert, Neuer blieb die Nummer eins, ter Stegen blieb der beste Backup der Welt. Ein Titel, der klingt wie ein Kompliment und sich anfühlt wie ein Trostpreis.
Was jetzt kommt
Deutschland steht vor einem neuen Turnierzyklus. Die Torwartfrage, die eigentlich mit Neuers Abgang hätte beantwortet werden sollen, ist es nicht. Ter Stegen muss fit werden, Spielpraxis sammeln und beim nächsten DFB-Lehrgang zeigen, dass er die Nummer eins nicht nur auf dem Papier ist. Der nächste Länderspielblock wird der erste echte Test.
Quellen1 Quelle
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