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Klopps Bilanz: Ein Sieg, zwei Remis, eine Pleite — photo: eurosport.de

Photo: eurosport.de

Klopps Bilanz: Ein Sieg, zwei Remis, eine Pleite

Vier Spiele, eine Trainerlegende, eine Bilanz, die noch nichts beweist und doch schon Fragen aufwirft: Jürgen Klopp steht nach seinem ersten Nations-League-Fenster mit der deutschen Nationalmannschaft bei einem Sieg, zwei Remis und einer Niederlage. Zu wenig für Euphorie, zu früh für Alarm, genau richtig für eine erste ehrliche Standortbestimmung.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

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Eine Bilanz ohne Drama

Ein Sieg, zwei Unentschieden, eine Niederlage. So liest sich Jürgen Klopps erste Länderspielreise als DFB-Chefcoach nach vier Partien in der Nations League. Keine Horrorserie, aber auch kein Start, der sofort Begeisterungsstürme auslöst. Genau in diesem Zwischenraum bewegt sich derzeit die öffentliche Debatte um das Projekt Klopp.

Das ist der Punkt, an dem man bei einem neuen Bundestrainer normalerweise erst einmal abwartet. Nur dass es bei Klopp eben nicht normal zugeht: Seine Verpflichtung war selbst eine Art Transferhammer für den deutschen Fußball, und jede seiner ersten Entscheidungen wird seziert, bevor sie überhaupt greifen kann.

Was schon nach Klopp aussieht

Klopp ist seit Dortmund und Liverpool bekannt für seinen intensiven, pressingbetonten Ansatz, für schnelles Umschaltspiel und eine Mannschaft, die auch ohne Ball laufbereit ist. Genau diese Grundprinzipien versucht er nun der Nationalelf einzuimpfen, mit dem Unterschied, dass ihm im Verband nicht fünf Trainingstage pro Woche zur Verfügung stehen, sondern meist nur wenige Einheiten vor einem Länderspiel.

Seine größte Aufgabe: ein System, das jahrelang im Vereinsalltag eingeschliffen wurde, muss er nun in Kurzlehrgängen vermitteln. Erste Ansätze einer aggressiveren Spielanlage sind erkennbar, auch wenn sich Automatismen naturgemäß erst über viele weitere Zusammenkünfte festigen können.

Wo noch Luft nach oben ist

Vier Spiele sind zu wenig, um ein fertiges System zu bewerten, aber genug, um Baustellen zu benennen. Die Umstellung von Klubfußball auf Nationalmannschaftsfußball verlangt Geduld, von den Spielern wie vom Trainer selbst. Klopp muss in kürzester Zeit eine Balance finden zwischen seiner gewohnten Intensität und der Realität, dass ihm die tägliche Trainingsarbeit fehlt, die seinen Erfolg bei Dortmund und Liverpool einst trug.

Im März stehen die nächsten beiden Nations-League-Spiele an, danach beginnt die direkte Vorbereitung auf die nächste Turnierqualifikation. Bis dahin bleibt die erste Bilanz genau das, was sie ist: ein Sieg, zwei Remis, eine Niederlage, und ein Trainer, der sich Zeit erkämpfen muss, die ihm in seiner Karriere bislang selten jemand verwehrt hat.

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