
VAR kennt jeder. Aber ein System, bei dem der Trainer selbst auf Überprüfung besteht? Das ist eine andere Sache. Bei der U17-Weltmeisterschaft testet die FIFA genau das – ein sogenanntes Challenge-System, das Coaches die Möglichkeit gibt, strittige Schiedsrichterentscheidungen formal anzufechten. In der Bundesliga oder der Champions League sucht man das vergeblich.
Das Prinzip ist aus dem Tennis oder dem Rugby bekannt – im Fußball ist es noch eine Seltenheit. Beim Challenge-System kann ein Trainer während des Spiels eine offizielle Überprüfung einer Schiedsrichterentscheidung beantragen. Er signalisiert das dem vierten Offiziellen, woraufhin die Videoassistenten die fragliche Szene unter die Lupe nehmen. Bestätigt die Überprüfung den Fehler, wird die Entscheidung korrigiert. Liegt der Trainer falsch, verliert er seine Challenge – ähnlich wie beim Hawkeye im Tennis.
Die FIFA setzt dieses Modell bei der U17-WM als Alternative zum klassischen VAR-Protokoll ein. Der entscheidende Unterschied: Beim Standard-VAR greift das Video-Team eigenständig ein, wenn es einen klaren und offensichtlichen Fehler erkennt. Beim Challenge-System liegt die Initiative beim Coaching-Staff – der Schiedsrichter wird nicht automatisch an den Monitor gebeten.
Die Debatte über Videobeweis im Fußball dreht sich seit Jahren im Kreis. Zu langsam, zu intransparent, zu willkürlich – die Kritikpunkte am klassischen VAR sind bekannt. Das Challenge-System versucht, einen anderen Ansatz zu finden: mehr Kontrolle für die Teams, weniger Eingriffe von außen, dafür klare Regeln darüber, wann und wie oft eine Überprüfung möglich ist.
Für die deutsche U17-Nationalmannschaft ist das Turnier damit auch eine Begegnung mit einem System, das im heimischen Fußball schlicht nicht existiert. In der Bundesliga, der 2. Liga oder dem DFB-Pokal gibt es kein Challenge-Modell – dort läuft alles über den klassischen VAR-Eingriff durch das Video-Assistenten-Team in Köln.
Ob das Challenge-System jemals den Sprung in den Erwachsenenfußball schafft, ist offen. Die FIFA nutzt Jugendturniere traditionell als Testlabor – das war beim Einsatz des Goal-Line-Technology-Vorläufers nicht anders. Wer das System in Aktion sehen will, schaut gerade auf die U17-WM.
Die Bundesliga-Verantwortlichen dürften zumindest genau hinschauen. Ob sie das Modell irgendwann übernehmen wollen – das ist eine andere Frage. Der DFB hat sich dazu bislang nicht geäußert.
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Fuentes
Sportschau Fußball
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