
Die WM 2026 findet in Nordamerika statt – und Europa zahlt dafür einen Preis, der nichts mit Tickets zu tun hat. Laut einem Bericht der Sportschau werden zahlreiche Partien des Turniers nach Mitternacht Mitteleuropäischer Zeit angepfiffen. Hitzemanagement in den Austragungsstädten plus Zeitzonendifferenz: eine Kombination, die für Millionen Fans diesseits des Atlantiks den Schlaf kosten wird.
Die Entscheidung, viele Spiele in die späten Abend- und Nachtstunden der nordamerikanischen Ortszeit zu verlegen, hat einen nachvollziehbaren Grund. Städte wie Los Angeles, Dallas oder Miami erreichen im Sommer Temperaturen, bei denen ein Mittagsanstoß schlicht nicht vertretbar wäre – weder für die Spieler noch für die Zuschauer im Stadion. FIFA und die Organisatoren reagieren darauf mit späten Anstoßzeiten vor Ort.
Das Problem: Was in Nordamerika ein vernünftiger Abendanstoß ist, landet in Mitteleuropa tief in der Nacht. Ein Spiel um 20 Uhr Ortszeit in Los Angeles bedeutet 5 Uhr morgens MEZ. Selbst ein Anstoß um 22 Uhr Ortszeit an der Ostküste – New York, Boston, Atlanta – entspricht 4 Uhr früh in Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden.
Für die europäischen Rechteinhaber ist das eine echte Herausforderung. Große Gruppenspiele, möglicherweise auch Partien mit Deutschland, Frankreich, England oder Spanien, könnten nach Mitternacht MEZ stattfinden. Wer das Spiel live sehen will, muss entweder schlafen lassen oder am nächsten Morgen mit Spoilern rechnen.
Die Einschaltquoten – und damit die Werbeeinnahmen – dürften bei Nachtanstoßen deutlich leiden. Sender, die für die Übertragungsrechte teures Geld bezahlt haben, werden das zu spüren bekommen. Ob und wie die Rechteinhaber darauf reagieren – etwa durch Zusammenfassungen, Highlight-Pakete oder Sondersendungen am Morgen – ist noch offen.
Die genaue Anzahl der betroffenen Spiele sowie welche Partien konkret nach Mitternacht MEZ angepfiffen werden, ist laut aktuellem Stand noch nicht vollständig kommuniziert worden.
Europa kennt unbequeme WM-Zeiten. Südafrika 2010 war noch halbwegs erträglich, Brasilien 2014 schon anstrengender, Katar 2022 war dagegen ein Geschenk für europäische Zuschauer. Die WM 2026 könnte das Gegenteil werden – das am schwersten zugängliche Turnier für den europäischen Markt seit Jahrzehnten.
Für FIFA ist das eine ungemütliche Rechnung: Nordamerika als Gastgeber bringt enormes kommerzielles Potenzial auf dem Heimmarkt. Gleichzeitig riskiert man, die größten Fußballmärkte der Welt – Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich – zu Randzeiten abzuspeisen.
Ein Turnier, das um 3 Uhr morgens stattfindet, bleibt trotzdem Weltmeisterschaft. Nur eben eine, bei der man am nächsten Tag im Büro aussieht wie nach einer langen Nacht – weil es eine war.
Die WM 2026 findet in Nordamerika statt – und Europa zahlt dafür einen Preis, der nichts mit Tickets zu tun hat. Laut einem Bericht der Sportschau werden zahlreiche Partien des Turniers nach Mitternacht…
Fonti
Sportschau Fußball
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“Stays on World Cup — different angle, same beat.”
Giovanni Reyna has finally ended a year-long wait for a goal — and then, almost immediately, admitted he isn't sure he's done enough to earn a place at a home World Cup. That kind of candour is rare.
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