
1:3 gegen Argentinien, Viertelfinale, raus. Und Murat Yakin tritt ans Mikrofon und sagt, die Schweiz war die bessere Mannschaft. Laut Kicker sagte er sogar: "Wir waren viel besser als der Gegner." Entweder hat der Schweizer Nationaltrainer etwas gesehen, das dem Rest der Welt entgangen ist – oder das Ergebnis hat ihn schlicht nicht überzeugt.
Drei Tore kassiert, eines erzielt, Verlängerung, Ausscheiden – das sind die nackten Zahlen des WM-Viertelfinals gegen den amtierenden Weltmeister. Yakin ließ sich davon nicht beirren. Seine Botschaft nach dem Abpfiff war klar: Die Schweiz hat das Spiel dominiert, das Ergebnis spiegelt das nicht wider.
Solche Aussagen gibt es nach jedem Turnier. Meistens klingen sie nach Schutzbehauptung. Manchmal steckt aber tatsächlich etwas dahinter – ein Gegner, der aus wenig viel macht, ein Torhüter in Weltklasse-Form, ein Schiedsrichterentscheid, der die Partie dreht. Konkrete Details zu Torschützen oder entscheidenden Szenen liegen bislang nicht vor, weshalb Yakins Version weder vollständig bestätigt noch widerlegt werden kann.
Argentinien ist nicht das Team, das man mit Ballbesitz und Dominanz verbindet. Unter Lionel Scaloni stehen sie tief, kontern präzise, und wenn es darauf ankommt, treffen sie. Dass eine Mannschaft das Spiel macht und trotzdem 1:3 verliert, ist gegen dieses Argentinien keine Seltenheit – es ist fast ihr Geschäftsmodell.
Aber: 1:3 ist kein knappes Ergebnis. Selbst in der Verlängerung, selbst gegen den Weltmeister. Wer drei Tore kassiert und eines schießt, muss schon sehr viel Pech gehabt haben, um glaubwürdig zu behaupten, er war der bessere Fußball spielende Teil des Abends. Yakin hat das Recht auf seine Wahrnehmung – die Zahlen haben ihre eigene.
Unabhängig von der Deutungsfrage ist das WM-Viertelfinale für die Schweiz ein Erfolg. Yakin hat eine Mannschaft ohne Weltklasse-Einzelspieler in die Runde der letzten Acht geführt – gegen Argentinien auszuscheiden ist keine Schande, das haben schon stärkere Teams getan.
Yakin tritt nach dem Turnier ab – oder bleibt. Das ist die nächste Frage. Aber sein letzter öffentlicher Satz als Nationaltrainer in diesem Turnier war ein trotziger. Das passt zu ihm.
1:3 gegen Argentinien, Viertelfinale, raus. Und Murat Yakin tritt ans Mikrofon und sagt, die Schweiz war die bessere Mannschaft. Laut Kicker sagte er sogar: "Wir waren viel besser als der Gegner." Entweder hat der…
Sources
Kicker Fußball
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“Stays on World Cup — different angle, same beat.”
INTMittwoch, 21:00 Uhr, WM-Halbfinale: England gegen Argentinien. Das Wetter macht die Vorbereitung kompliziert — das Spiel selbst aber nicht weniger unvermeidlich.
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INTMittwoch, 21:00 Uhr, WM-Halbfinale: England gegen Argentinien. Das Wetter macht die Vorbereitung kompliziert — das Spiel selbst aber nicht weniger unvermeidlich.