
Es war kein schöner Sieg — aber er zählt trotzdem drei Punkte. Spanien bezwingt Uruguay 1:0, der entscheidende Moment gehört jedoch nicht Alex Baena, sondern Fernando Muslera: Der uruguayische Keeper lässt einen harmlosen Aufsetzer durch die Hände gleiten, Baena staubt ab, Spanien jubelt. Uruguay dagegen fragt sich, wo eigentlich der Angriff geblieben ist.
Es gibt Torhüterfehler, die passieren — und dann gibt es Fehler, die bei einer Weltmeisterschaft passieren, während Millionen zuschauen. Muslera erwischte an diesem 27. Juni die zweite Variante. Ein Aufsetzer, eigentlich keine große Gefahr, rutschte ihm durch die Hände — Baena stand goldrichtig und schob ein. 1:0, Spanien, Gruppenphase, WM 2026. Muslera stand danach da wie jemand, der gerade seinen eigenen Schlüssel ins Kanaldeckelgitter geworfen hat.
Laut Kicker war es nicht der erste Wackler des Keepers im Turnier — das macht den Moment für Uruguay noch bitterer. Die Sportschau bestätigte das Ergebnis und den Spielverlauf unabhängig: Ein Torwartfehler als Wendepunkt, Uruguay ohne nennenswerte Gegenwehr. Wenn ein Keeper zum Unsicherheitsfaktor wird, reicht selbst eine kompakte Defensive nicht mehr.
Die Spanier wirkten über weite Strecken wie eine Mannschaft, die weiß, dass sie besser ist — und genau deshalb keinen zweiten Gang einlegt. Pressing, Ballbesitz, gelegentliche Kombinationen: das übliche Repertoire. Ein Tor aus einem Gegnerpatzer zu erzielen ist keine Schande, aber als Weltmeisterschaftsanwärter darf man sich schon fragen, ob das reicht, wenn der Gegner in der K.o.-Runde keine Geschenke verteilt.
Baena selbst kann wenig dafür, dass sein Treffer mehr nach Torwartfehler als nach Stürmerqualität aussah. Er war zur Stelle — das ist sein Job.
Die eigentlich beunruhigendere Geschichte kommt aus dem uruguayischen Lager. Nicht wegen Musleras Patzer — der ist schmerzhaft, aber korrigierbar. Sondern weil Uruguay laut übereinstimmenden Berichten von Kicker und Sportschau über 90 Minuten kaum Torgefahr entwickelte. Eine Mannschaft mit der Tradition der Celeste, die in einem WM-Gruppenspiel harmlos bleibt: Das ist ein strukturelles Problem, kein Zufallsprodukt.
Wie es um die Qualifikation für die K.o.-Runde steht, hängt von der restlichen Gruppe ab — doch nach diesem Auftritt dürften die Alarmglocken in Montevideo laut klingeln.
Es war kein schöner Sieg — aber er zählt trotzdem drei Punkte. Spanien bezwingt Uruguay 1:0, der entscheidende Moment gehört jedoch nicht Alex Baena, sondern Fernando Muslera: Der uruguayische Keeper lässt einen…
Sources
Kicker Fußball
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“Stays on World Cup — different angle, same beat.”
Spain did the job against Uruguay — 1-0, Group H won, knockout stage secured. Luis de la Fuente will have taken that. What he won't have taken quite so well is the sight of two of his most important w
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