Photo: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)
Dunst sucht bei Bayern noch den Anschluss
Barbara Dunst wechselte im Sommer 2025 mit dem Ruf des nächsten großen österreichischen Talents nach München. Über ein Jahr später wartet sie beim FC Bayern immer noch auf den Moment, der ihren Wechsel rechtfertigt, und der Klub sucht die Antwort jetzt auf einer Position, die ihr bisher fremd war.
Ein Start, der nie richtig begann
Dunst kam als eine der spannendsten Verpflichtungen des Bayern-Sommers 2025, mit dem Etikett des kommenden Star-Talents im österreichischen Nationalteam. Laut Kicker wartet sie beim deutschen Rekordmeister aber weiter auf den zündenden Moment, der aus dem Potenzial echte Wirkung macht. Ein Kreuzbandriss warf sie zurück, noch bevor sie sich im Kader festsetzen konnte, und die Reha kostete genau die Zeit, die für die Integration in ein neues System entscheidend gewesen wäre.
Trainerwechsel als zweite Hürde
Parallel zur Verletzung kam der Umbau auf der Trainerbank, ein Umstand, der laut Kicker die Eingewöhnung zusätzlich erschwert hat. Jeder Trainerwechsel bedeutet neue Ideen, neue Automatismen, neue Hierarchien im Kader. Für eine Spielerin, die ohnehin erst ankommen musste, ist das der ungünstigste Zeitpunkt, um sich unentbehrlich zu machen.
Konkurrenz, die keinen Platz frei lässt
Dazu kommt die schlichte Realität eines Kaders, in dem sich die Plätze im Mittelfeld nicht von selbst öffnen. Der Kicker beschreibt eine Situation, in der Dunst sich gegen etablierte Konkurrenz behaupten muss, ohne dass ihr bisher der Raum dafür gegeben wurde. Wer nach Kreuzbandriss und Trainerwechsel wieder einsteigt, trifft auf Spielerinnen, die längst eingespielt sind, und muss sich Spielzeit gegen einen fertigen Mechanismus erkämpfen statt gegen einzelne Gegnerinnen.
Der Ausweg: eine neue Position
Jetzt experimentiert Bayern offenbar mit einer für Dunst ungewohnten Rolle, ein Versuch, ihr über einen anderen Weg zurück ins Spiel zu helfen. Details zur genauen Position nennt der Kicker-Bericht nicht, aber die Botschaft ist klar: Der Klub sucht aktiv nach einem Platz, an dem Dunsts Qualitäten greifen, statt sie weiter auf einer Position zu verwalten, die ihr bisher keinen Durchbruch gebracht hat.
Für Dunst bedeutet das: eine neue Rolle einstudieren, während die Konkurrenz um sie herum längst feststeht. Ihr erstes Bayern-Jahr war von Rückschlägen geprägt, dieser Versuch ist der erste konkrete Schritt des Klubs, das zu ändern.
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