
Photo: Sportschau Fußball
Neuer kehrt heim, Schalke pfeift
Manuel Neuer ist in Gelsenkirchen groß geworden, hat im Schalker Nachwuchs das Fußballspielen gelernt und stand jahrelang im blau-weißen Tor. Bei seiner Rückkehr mit dem FC Bayern München empfing ihn seine alte Heimat trotzdem mit Pfiffen, wie die Sportschau berichtet.
Es ist einer dieser Auftritte, die auf dem Papier nach Routine klingen und sich vor Ort völlig anders anfühlen. Neuer läuft in Gelsenkirchen ein, dort wo seine Karriere begann, ehe er 2011 den Wechsel zum FC Bayern vollzog. Und die Kurve, die ihn einst feierte, macht bei diesem Wiedersehen unmissverständlich klar, wie sie zu dem Königsklasse-Champion von heute steht.
Pfiffe statt Applaus
Laut Sportschau war die Stimmung im Stadion gegen Neuer deutlich ablehnend. Für einen Spieler, der auf Schalke zum Profi ausgebildet wurde und dessen Name über Jahre mit dem Verein verknüpft war, ist das kein alltäglicher Empfang. Der FC Bayern ist für viele Schalker längst die Projektionsfläche für alles, was der eigene Klub nicht mehr sein kann: Konstanz, Titel, Geld. Neuer trägt seit 2011 dessen Trikot, und diese Wunde scheint auf den Rängen nicht verheilt.
Ein Ergebnis, das nicht hilft
Schlimmer für Bayern: Der Auftritt in Gelsenkirchen bringt laut Sportschau auch sportlich nicht das, was man sich erhofft hatte. Von einem klaren Sieg ist nicht die Rede, die Rückkehr des Rekord-Torhüters bleibt in doppelter Hinsicht unbefriedigend. Weder der emotionale Empfang noch das Ergebnis passen zu dem, was man sich in München wohl vorgestellt hatte.
Eine mögliche letzte Rückkehr
Ob es die letzte Rückkehr dieser Art war, ist offen. Neuer hat sich zu einem konkreten Karriereende bislang nicht festgelegt. Aber mit über 100 Länderspielen, mehreren Meistertiteln und einem WM-Pokal in der Vita nähert sich seine Zeit im Tor irgendwann unweigerlich dem Ende. Sollte dies tatsächlich einer seiner letzten Besuche in Gelsenkirchen gewesen sein, bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Ausgepfiffen von den eigenen Leuten, an dem Ort, an dem alles begann.
Quellen1 Quelle
Flagside-Redakteure lesen jeden Text, den wir veröffentlichen. Wir arbeiten aus der Fußball-Presse, schreiben eigene Texte statt fremde abzudrucken, und checken jeden Artikel auf Genauigkeit und Quellen. Jedes Medium, das in diesen Beitrag eingeflossen ist, steht unter Quellen.
Der Fußball des Tages, um 7 Uhr in deinem Postfach. Sonst nichts.
Die Highlights der Nacht, was das Transferfenster macht und die eine Kolumne, die du heute lesen solltest. Keine Ads. Keine Tipps. Keine Operator.
Ein-Klick-Abmeldung. Wir geben deine E-Mail nicht weiter.


Comments
Loading comments…