Photo: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)
Bayerns Frauen laufen die Optionen davon
Kaum startet die Champions-League-Saison, schon wackelt der Kader: Bernadette Amani wurde am vergangenen Spieltag ausgewechselt und ist für das Bundesliga-Duell gegen Köln am Samstag fraglich. Für Trainer José Barcala ist das kein Einzelfall, sondern das erste sichtbare Zeichen eines Terminproblems, das sich schon länger anbahnt.
Zwei Wettbewerbe, ein enges Zeitfenster: Genau das bringt Bayern München gerade in Bedrängnis. Die Frauen starten in Kürze in die Königsklasse, gleichzeitig läuft die Bundesliga-Maschine weiter, und dazwischen bleibt kaum Luft zum Regenerieren.
Amani stand beim letzten Spieltag noch auf dem Platz, wurde dann aber ausgewechselt. Laut kicker gilt sie für das Spiel gegen Köln am Samstag als fraglich. Details zur Art der Blessur nannte der Klub bislang nicht, was die Entscheidung für Barcala nicht leichter macht.
Barcalas Belastungsrechnung
Der Trainer hat gegenüber kicker offen gemacht, dass Load Management inzwischen zur zentralen Aufgabe geworden ist. Wer spielt gegen Köln, wer wird für die Champions League geschont, wer riskiert bei zu viel Einsatzzeit den nächsten Ausfall? Diese Fragen stellt sich Barcala nicht erst seit dieser Woche, aber der Champions-League-Auftakt macht sie akuter.
Das Problem: Bayern hat noch keinen Titel in dieser Saison verteidigt, aber schon jetzt zwei Fronten zu bedienen. Ein enger Kader ohne breite Alternativen auf jeder Position wird in so einer Phase schnell zum Flaschenhals.
Was auf dem Spiel steht
Köln ist an sich kein Gegner, der Bayern schlaflose Nächte bereiten sollte, aber genau solche Pflichtspiele werden gefährlich, wenn man mit halber Kraft antreten muss. Verliert Barcala hier Substanz, zahlt er den Preis womöglich erst in der Champions League, wo die Gegner nicht auf müde Beine warten.
Wie viele Spielerinnen über Amani hinaus betroffen sind, ist aus den aktuellen Informationen nicht ersichtlich. Klar ist nur: Der Fall Amani ist das Symptom, nicht das ganze Bild. Barcala wird in den kommenden Tagen entscheiden müssen, ob er das Risiko gegen Köln eingeht oder schon jetzt auf die Königsklasse blickt.
Wird Barcala gegen Köln mit voller Kraft antreten oder schon auf die Champions League schielen?
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