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406 Minuten Schweigen: Belgiens Torfluch — photo: seattletimes.com

Photo: seattletimes.com

406 Minuten Schweigen: Belgiens Torfluch

406 Minuten. Kein Tor. In der WM-Qualifikation. Für eine Nation, die jahrelang als beste Mannschaft der Welt gehandelt wurde, ist das keine Delle — das ist ein Abgrund. Rudi Garcias Belgien steckt in einer Angriffskrise, die längst einen Namen hat: Romelu Lukaku. Und die Hoffnung? Garcia hält die Namen der erwarteten Rückkehrer noch zurück — verkauft ihre Rückkehr aber bereits als Wendepunkt.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·1 MIN LESEZEIT

406 Minuten — und die Uhr tickt weiter

Es gibt Zahlen im Fußball, die für sich sprechen. 406 Minuten ohne Torerfolg in der WM-Qualifikation — für eine Nationalmannschaft mit dem Kader Belgiens ist das so eine Zahl. Keine Standardsituation, kein Abstauber, kein Elfmeter — nichts. Garcias Elf steht vor der Kamera, läuft auf den Platz, und bringt den Ball einfach nicht ins Netz.

Das Erschreckende daran ist nicht die nackte Statistik. Es ist, wen sie symbolisiert.

Lukaku: Symbol einer Ära, die sich verabschiedet

Romelu Lukaku war einmal das Gravitationszentrum dieser Goldenen Generation — der Mann, der Bälle hielt, Räume schuf und im Strafraum eiskalt war. Heute ist er das Gesicht einer Krise, die sich Belgien lange nicht eingestehen wollte. Kicker und Het Laatste Nieuws berichten übereinstimmend: Lukaku ist emblematisch für die gesamte Offensivmisere — ein Stürmer, der da ist, aber nicht mehr trifft. Nicht mehr entscheidet. Nicht mehr erschreckt.

Das ist keine Kritik an einem Spieler. Das ist die Beschreibung einer ganzen Epoche, die auf Reserve läuft.

Garcia und die Rückkehrer, die er noch nicht nennt

Rudi Garcia, der Trainer, der Belgiens letzte Chance auf Relevanz verwaltet, setzt seine Hoffnung auf die Rückkehr zweier Spieler — deren Namen er öffentlich noch zurückhält. Laut Kicker soll dieses Duo die festgefahrene Offensive wieder in Bewegung bringen. Garcia hält die Karten bewusst verdeckt. Dass ein Nationaltrainer überhaupt öffentlich auf Abwesende vertrösten muss, sagt alles über den Zustand dieser Mannschaft.

Ein Nationaltrainer, der auf Abwesende hofft, hat die Anwesenden bereits abgeschrieben.

Was vom Goldenen Zeitalter bleibt

De Bruyne. Hazard. Courtois. Lukaku. Eine Generation, die nie einen großen Titel gewann — und nun dabei ist, auch die letzte Chance zu verspielen. 406 Minuten ohne Tor in der WM-Qualifikation sind kein Zufall. Das ist Struktur. Das ist System. Das ist das Ende von etwas.

Belgien hat jahrelang auf den perfekten Moment gewartet. Jetzt wartet es auf zwei Namen, die Garcia noch nicht nennen will.

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406 Minuten. Kein Tor. In der WM-Qualifikation. Für eine Nation, die jahrelang als beste Mannschaft der Welt gehandelt wurde, ist das keine Delle — das ist ein Abgrund.

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