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Belgien kommt gegen Iran nicht weiter — photo: Sportschau Fußball

Photo: Sportschau Fußball

Belgien kommt gegen Iran nicht weiter

Die Goldene Generation ist Geschichte – und ihr Schatten liegt noch immer über dem belgischen Fußball. Gegen Iran gelang Belgien erneut kein Sieg, Nathan Ngoy flog mit Rot vom Platz, und die Fragen rund um die Roten Teufel werden lauter. Laut Sportschau war es die nächste Enttäuschung in einer Reihe, die langsam zu einem Muster wird.

By Tobias König· Spielberichterstatter·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·2 MIN LESEZEIT

Wieder kein Sieg – wieder ein Rückschlag

Es gibt Ergebnisse, die schmerzen, weil sie überraschend kommen. Und es gibt Ergebnisse, die schmerzen, weil sie sich längst angekündigt haben. Belgiens 0:0 gegen Iran fällt in die zweite Kategorie. Kein Sieg, kein Aufbruchssignal – stattdessen ein weiteres Fragezeichen hinter einer Mannschaft, die sich im Umbruch befindet und dabei noch nicht weiß, wohin sie eigentlich will. Sportschau und Kicker berichteten übereinstimmend vom torlosen Remis.

Dass Innenverteidiger Nathan Ngoy in dieser Partie die Rote Karte sah, ist symptomatisch. Individuelle Fehler in entscheidenden Momenten – das ist keine neue Geschichte für Belgien, aber eine, die sich mit jeder weiteren Enttäuschung tiefer einbrennt. Zehn Mann, kein Tor, Iran als Gegner: Das ist kein Ergebnis, das man wegdiskutieren kann.

Übergang oder Strukturproblem?

Nach dem Ende der Ära mit Eden Hazard, Romelu Lukaku und Co. war klar, dass Belgien eine Neuausrichtung braucht. Übergangsphasen gehören zum Fußball – das weiß jeder. Aber irgendwann muss aus dem Übergang auch eine Richtung werden. Und genau die fehlt den Roten Teufeln derzeit.

Ngoys Platzverweis steht sinnbildlich für eine Mannschaft, die in kritischen Momenten noch zu fehleranfällig ist. Ob das an mangelnder Qualität im Kader liegt, an taktischer Unsicherheit oder schlicht an fehlender Erfahrung auf internationalem Niveau – die Antwort ist wahrscheinlich: ein bisschen von allem.

Die Roten Teufel haben noch Zeit bis zur WM 2026. Aber die Uhr tickt – und Ergebnisse wie dieses 0:0 gegen Iran machen das Zifferblatt lauter.

Vor der WM 2026 zählt jedes Signal

Die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Belgien will dabei sein – und mehr als nur dabei sein. Doch wer sich gegen Iran nicht durchsetzen kann und dabei noch einen Mann durch eine individuelle Unaufmerksamkeit verliert, der sendet das falsche Signal zur falschen Zeit.

Belgiens Fußball steckt an einem Scheideweg. Die Goldene Generation hat ihre Chancen gehabt und sie nicht genutzt – das WM-Halbfinale 2018 bleibt der Höhepunkt und gleichzeitig die offene Wunde. Jetzt liegt es an der neuen Garde, eine eigene Geschichte zu schreiben. Bisher liest sie sich noch nicht besonders spannend.

Ngoy wird aus dieser Partie lernen müssen. Belgien als Ganzes auch.

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