
Photo: Sportschau Fußball
Er dachte, es sei ein Scherzanruf
Als das Handy klingelte und eine unbekannte Nummer auf dem Display stand, dachte Felix Keidel an alles Mögliche, nur nicht an eine DFB-Nominierung. Der Torhüter von FC Ingolstadt erzählt der Sportschau, seine erste Reaktion sei gewesen, den Anrufer zu fragen, ob er ihn verarsche.
Keidel ist kein Name, den man auf Anhieb mit der Nationalelf verbindet. Ingolstadt spielt aktuell nicht in der Bundesliga, sondern kämpft in tieferen Gefilden des deutschen Fußballs, weit weg von Allianz Arena oder Signal Iduna Park. Genau deshalb schlägt seine Nominierung für die Nations-League-Spiele so ein: Ein Spieler aus der eigenen Jugendakademie eines Zweitligisten, plötzlich im Kader von Jürgen Klopp.
Der Anruf, der alles veränderte
Keidel schildert die Szene selbst nüchtern: Er habe den DFB-Verantwortlichen gefragt, ob die Sache ernst gemeint sei, weil er schlicht nicht daran glauben konnte. Da ist kein einstudierter Satz über einen Kindheitstraum, echtes Unverständnis darüber, dass ausgerechnet er den Anruf bekommt.
Klopps Handschrift
Dass ein Name wie Keidel überhaupt auf dem Zettel landet, sagt einiges über den neuen Bundestrainer aus. Klopp ist bekannt dafür, nicht nur auf etablierte Namen aus München oder Leverkusen zu schauen, sondern dort hinzugucken, wo andere gar nicht erst nachschauen. Für einen Torhüter aus der Ingolstädter Akademie öffnet sich damit eine echte Tür, ein handfester Vertrauensbeweis vom Bundestrainer persönlich.
Was die Nominierung für Ingolstadt bedeutet
Für einen Klub, der selten in überregionalen Schlagzeilen auftaucht, ist ein DFB-Kandidat aus der eigenen Talentschmiede eine seltene Werbung in eigener Sache. Es zeigt, dass die Jugendarbeit in Ingolstadt Spieler produziert, die nationale Aufmerksamkeit verdienen, auch wenn der Klub selbst gerade nicht in der ersten Reihe des deutschen Fußballs steht.
Ob Keidel im Rahmen des Nations-League-Fensters tatsächlich zum Einsatz kommt, bleibt offen. Allein die Nominierung ist für ihn schon die Geschichte, die er so schnell nicht vergessen wird.
Wird Keidel im Nations-League-Fenster tatsächlich spielen?
Quellen1 Quelle
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