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Ginter bleibt draußen, das Gespräch mit Klopp aber positiv — photo: Sport.de Fußball

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Ginter bleibt draußen, das Gespräch mit Klopp aber positiv

Matthias Ginter ist Weltmeister, spielt bei SC Freiburg eine starke Saison und steht trotzdem nicht im ersten Kader von Jürgen Klopp. Nach eigener Aussage hat der Innenverteidiger deswegen aber kein Problem mit dem neuen Bundestrainer, im Gegenteil.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Schon unter Julian Nagelsmann war Ginter außen vor, das war keine Überraschung mehr. Dass sich daran auch mit Klopp auf der Bank nichts ändert, schon eher, immerhin läuft es für den 31-Jährigen bei Freiburg seit Wochen richtig gut.

Ginter selbst macht daraus laut Sport.de kein Drama. Er berichtet von einem Gespräch mit Klopp, das er als gut und offen beschreibt, ohne Details zu Inhalt oder Zeitpunkt preiszugeben. Genau das ist die eigentliche Nachricht hier: keine Verstimmung, kein öffentliches Grummeln, sondern ein Spieler, der die Entscheidung des Trainers akzeptiert und trotzdem das Gespräch sucht.

Klopps Handschrift zeigt sich zuerst in der Kommunikation

Bevor irgendjemand über Klopps taktische Idee für die deutsche Abwehr spekuliert, zeigt sich sein Stil erstmal woanders: im Umgang mit einem Spieler, den er nicht braucht. Ein WM-Held wird ausgeladen und bekommt trotzdem ein Gespräch, das er hinterher öffentlich positiv einordnet. Das ist keine Selbstverständlichkeit im Profifußball, wo Aussortierte oft genug über die Bande erfahren, dass es für sie nicht mehr reicht.

Für Klopp ist das auch strategisch klug. Ein Nationalspieler-Kader lebt von Stimmung im Umfeld, und ein verärgerter Ex-Stammspieler, der öffentlich nachtritt, ist das Letzte, was ein neuer Bundestrainer am Anfang seiner Amtszeit gebrauchen kann.

Warum Ginter trotz Form draußen bleibt

Sportlich bleibt die Sache spannend. Ginter zeigt bei Freiburg konstant gute Leistungen, das war schon unter Nagelsmann kein Geheimnis und ändert trotzdem nichts an seiner Kaderposition. Klopp scheint also, ähnlich wie sein Vorgänger, auf eine jüngere oder anders zusammengesetzte Innenverteidigung zu setzen, unabhängig von der Formkurve einzelner Spieler.

Ob Ginter damit endgültig durch ist oder ob eine Tür für eine Rückkehr offen bleibt, lässt sich aus dem Bericht nicht ablesen. Klar ist nur: Der Weltmeister von 2014 hat sich entschieden, die Situation nicht eskalieren zu lassen, sondern professionell zu bleiben. Für einen Bundestrainer, der gerade erst anfängt, seinen Kader zu formen, ist das eine bequeme Ausgangslage.

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