
Photo: Sport.de Fußball
Haaland schießt Norwegen in die Geschichte
28 Jahre Warten. Dann kommt Erling Haaland — und macht es mit einem einzigen Abschluss zu Ende. Norwegen schlägt die Elfenbeinküste 2:1, steht erstmals seit 1998 im WM-Achtelfinale und bekommt als Belohnung gleich Brasilien. Der Größte der Welt auf der größten Bühne: Das Narrativ schreibt sich gerade von selbst.
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Nusa macht den Anfang
Es war Antonio Nusa, der Bundesliga-Profi mit dem Blick für das Außergewöhnliche, der Norwegen in Führung brachte — ein Tor, das auf Anhieb nach Highlight-Reel aussah. Kein Zufallstreffer, kein Abstauber: Nusa nahm sich die Zeit, die er brauchte, und ließ dem Torwart keine Chance. Für einen Spieler, der auf dieser Bühne noch nicht viel zu beweisen hatte, war es eine Ansage.
Die Elfenbeinküste antwortete — und glich aus. Norwegen wackelte kurz, so wie Mannschaften wackeln, wenn sie spüren, dass Geschichte gerade durch ihre Finger gleiten könnte. Das Spiel kippte in eine Richtung, die norwegischen Herzen nicht gefiel.
Haaland, 28 Jahre, ein Abschluss
Dann: Erling Haaland. Spät im Spiel, Norwegen unter Druck, die Erinnerungen an 1998 plötzlich sehr lebendig. Haaland brauchte keine lange Anlaufzeit — er traf, Norwegen führte wieder, und das war es. 2:1. Gruppenphase vorbei. Achtelfinale.
Haaland hat in seiner Karriere fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt — Premier-League-Titel, Torjägerkanonen, Champions-League-Nächte. Aber ein WM-Tor, das eine Nation nach fast drei Jahrzehnten in die Runde der letzten Sechzehn schießt? Das ist neu. Und man sah es ihm an.
Er feierte nicht lange. Er schaute kurz auf den Rasen — dann kamen die Mitspieler.
Brasilien wartet
Das nächste Kapitel dieser Geschichte ist nicht gerade das leichteste: Brasilien im Achtelfinale. Kein sanfter Einstieg in die K.o.-Runden-Welt, keine Aufwärmphase. Norwegen gegen Brasilien — ein Duell, das in der WM-Geschichte seinen eigenen Platz hat, und das nun 2026 eine neue Seite bekommt.
Für den norwegischen Fußball ist dieser Moment größer als ein einzelnes Ergebnis. Eine Generation, die mit Haaland, Nusa und anderen aufgewachsen ist, hat gerade ihren ersten echten WM-Abend erlebt. Was danach kommt, ist offen — aber dass es weitergeht, ist alles andere als selbstverständlich gewesen.
Quellen: Sport.de, Kicker.de
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