
Photo: Sportschau Fußball
Hainers Seitenhieb gegen Infantino
Herbert Hainer spart sich die Diplomatie. Der Präsident des FC Bayern München hat öffentlich Erleichterung darüber geäußert, dass FIFAs umstrittener Investorenplan für die WM-Kommerzialisierung gescheitert ist — und dabei FIFA-Präsident Gianni Infantino direkt ins Visier genommen. Ein Satz, der sitzt: "aberwitzige Idee". Mehr braucht Hainer nicht.
Der Schuss aus München
Hainer hat sich laut Sportschau klar positioniert: Der gescheiterte FIFA-Plan, der offenbar Investoren tiefer in die Strukturen des Weltverbands und seiner Turniere einbinden sollte, sei für ihn keine tragbare Vorstellung gewesen. Dass das Vorhaben nicht umgesetzt wird, wertet der Bayern-Präsident als gute Nachricht — für den Fußball insgesamt.
Die Wortwahl ist dabei kein Versehen. Wer als Präsident eines der mächtigsten Klubs Europas eine FIFA-Initiative öffentlich als "aberwitzige Idee" bezeichnet und Infantino namentlich kritisiert, hat wenig Interesse daran, den Konflikt kleinzureden.
Klubs gegen FIFA: ein alter Konflikt, neue Runde
Der Grundkonflikt ist nicht neu. Auf der einen Seite: FIFA und Infantino, die den Weltverband als oberste Instanz des globalen Fußballs verstehen und die WM als ihr wichtigstes Kapital. Auf der anderen Seite: Europas Topklubs, die Spieler stellen, Zuschauer anziehen und Milliarden generieren — und dafür wenig Mitsprache bekommen.
Dass ausgerechnet Bayern München, traditionell eher auf Konsenskurs mit Verbänden, jetzt so deutlich wird, ist bemerkenswert. Hainer spricht aus, was viele Klubverantwortliche intern längst sagen — nur eben lauter.
Was genau gescheitert ist
Die genaue Natur des FIFA-Investorenplans lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht vollständig rekonstruieren. Sportschau berichtet über Hainers Reaktion, ohne den ursprünglichen Vorschlag im Detail zu beschreiben. Klar ist: Es ging um eine Form der Kommerzialisierung rund um die WM, an der externe Investoren beteiligt werden sollten — ein Modell, das laut Berichten auf erheblichen Widerstand gestoßen ist.
Dass Hainer öffentlich aufatmet, sagt eigentlich alles darüber, wie ernst die Bedenken waren.
Infantino hat sich zu Hainers Kritik bislang nicht geäußert. Er musste nicht.
Quellen1 Quelle
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