Photo: sports.yahoo.com
Hannover 96 zieht die Reißleine
Hannover 96 hat die Konsequenzen aus der Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg gezogen und Trainer Christian Titz noch am Montag entlassen. Der Aufstiegstraum der Roten platzt damit nicht nur sportlich, er kostet jetzt auch den Trainerposten.
Die Pleite gegen Nürnberg war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Für Hannover 96 bedeutete die Niederlage im direkten Konkurrenzkampf faktisch das Ende der Aufstiegshoffnungen in dieser Saison der 2. Bundesliga, und der Klub reagierte ohne Umwege: Christian Titz musste seinen Schreibtisch räumen.
Sportvorstand Boldt begründete die Entscheidung offiziell mit einem "negativen Muster", das sich zuletzt bei 96 gezeigt habe. Details dazu, wie lange dieses Muster schon beobachtet wurde und welche konkreten Spiele oder Auftritte gemeint sind, nannte Boldt laut Kicker nicht weiter. Klar ist nur: Die Geduld war nach Nürnberg aufgebraucht.
Sofortige Reaktion
Eine Entlassung direkt nach dem Spiel, das die Aufstiegsträume beerdigt, ist kein Zufall. Hannover 96 wollte offenbar nicht erst abwarten, ob sich die Lage von selbst bessert, sondern hat sofort reagiert, als der große Saisonplan nicht mehr aufging.
Titz, 55 Jahre alt, war mit klaren Ambitionen nach Hannover gekommen. Dass der Klub nun schon im September zum radikalen Schnitt greift, zeigt, wie hoch der Erwartungsdruck rund um die Aufstiegsfrage in Hannover mittlerweile ist.
Was jetzt kommt
Für Hannover 96 stellt sich nun die Frage, ob ein Trainerwechsel mitten in der Spielzeit die Wende bringen kann oder ob die Saison nach dem verpassten Aufstiegsanschluss bereits gelaufen ist. Ein Nachfolger für Titz wurde von Boldt und dem Klub bislang nicht genannt.
Die 2. Bundesliga bleibt eng, und ein einzelnes Spiel gegen Nürnberg hat gereicht, um in Hannover die komplette Kaderplanung und Trainerfrage neu aufzurollen.
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