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Jahr eins ohne Pep: Was City erwartet — photo: forbes.com

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Jahr eins ohne Pep: Was City erwartet

Pep Guardiola ist weg, und laut Kicker soll Enzo Maresca übernehmen. Die Frage hängt wie ein Schatten über dem Etihad: Wie lange braucht ein Klub, um nach Guardiola wieder er selbst zu sein? Kicker hat sich die erste Saison nach Pep bei Barcelona und Bayern München angeschaut, und die Antwort ist für City-Fans nicht besonders beruhigend.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

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Was Barcelona und Bayern erlebten

Als Guardiola den FC Barcelona nach der Saison 2011/12 verließ, übernahm Tito Vilanova einen Kader, der auf dem Papier noch immer der beste der Welt war. Trotzdem war spürbar, dass etwas fehlte: nicht die Spieler, sondern das System, das sie täglich antrieb. Vilanova gewann zwar die Liga, aber in der Champions League war gegen den AC Milan schon im Achtelfinale Schluss. Der Kader funktionierte noch, das Projekt aber lief auf Inertia.

Bei Bayern München war der Übergang 2013 noch drastischer. Guardiola hatte in München einen Klub übernommen, der gerade die Champions League gewonnen hatte, und ihn in drei Jahren dreimal zur deutschen Meisterschaft geführt. Als Carlo Ancelotti die Nachfolge antrat, gewann Bayern zwar erneut die Bundesliga, aber das obsessive Pressing und die Positionsspiele, die Guardiola installiert hatte, verschwanden innerhalb einer Saison. In der Königsklasse scheiterten sie im Viertelfinale an Real Madrid.

Was das für Maresca bedeutet

Enzo Maresca tritt laut Kicker eine Stelle an, die strukturell ähnlich aussieht: ein Kader mit Weltklassespielern, eine Infrastruktur ohne Vergleich, ein Klub, der an Titel gewöhnt ist. Das Problem ist nicht, ob Maresca ein guter Trainer ist. Das Problem ist, dass Guardiolas Systeme nicht einfach weiterlaufen, wenn Guardiola nicht mehr im Raum ist.

Bei Barcelona und Bayern dauerte es jeweils mehr als eine Saison, bis ein neuer Trainer seine eigene Handschrift wirklich durchgesetzt hatte. Maresca hat bei Chelsea bereits gezeigt, dass er Positionsspiel versteht und Kader formen kann. Aber Chelsea ist nicht Manchester City, und die Premier League 2025/26 wartet nicht auf Eingewöhnungszeiten.

Wie lange dauert der Kater?

Kicker stellt die Parallele, ohne sie zu überdehnen: Jeder Klub überlebt den Abgang eines großen Trainers irgendwann. Bei Barcelona waren es zwei, drei Jahre bis zur nächsten echten Ära. Bei Bayern war der Rückbau schneller, aber auch schmerzhafter.

City hat einen Vorteil, den beide Klubs damals nicht hatten: Sie wissen, was kommt. Die Frage ist, ob das Wissen allein reicht, um den Kater zu verkürzen.

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