
Photo: Sportschau Fußball
Nagelsmann hält an Sané fest
Julian Nagelsmann macht keine großen Worte daraus – und das ist eigentlich schon die Aussage. Der Bundestrainer hat bestätigt, dass Leroy Sané auch im zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste von Beginn an spielen wird. Kein Zögern, kein Konjunktiv: Sané spielt.
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Rückendeckung vom Chef
Nagelsmann soll laut Sportschau auf die Frage, warum er erneut auf Sané setze, geantwortet haben, er wüsste nicht, warum nicht. Kurzer Satz, klare Botschaft. Wer auch immer in den vergangenen Tagen Zweifel an Sanés Startelf-Berechtigung gesät hat – Nagelsmann räumt sie öffentlich vom Tisch.
Dass der Bundestrainer sich zu einer solchen Aussage genötigt sieht, lässt tief blicken. Nach dem ersten Gruppenspiel war die Diskussion offenbar groß genug, um sie vor dem nächsten Anpfiff aktiv zu beenden. Der Kicker berichtete ebenfalls von einer internen Debatte um Sanés Rolle – Nagelsmann hat sie mit einem Satz abgehakt.
Was Sané für dieses Deutschland-Team bedeutet
Sané ist seit Jahren eine der größten Qualitätsfragen im DFB-Kader: unbestreitbares Talent, unbestrittene Klasse auf dem Platz – und trotzdem immer wieder Gesprächsthema, wenn es nicht läuft. Nagelsmann hat ihn in seiner Amtszeit konsequent eingebaut, ihm Vertrauen gegeben, das nicht alle Trainer vor ihm so deutlich formuliert haben.
Gegen die Elfenbeinküste braucht Deutschland Breite, Tempo und Lösungen gegen eine physisch starke Defensive. Sané auf dem Flügel ist genau das: ein Spieler, der Eins-gegen-Eins gewinnt, Räume öffnet und Druck von der Mitte nimmt. Die Frage ist nicht, ob er die Qualität hat – die Frage war offenbar, ob er sie zuletzt gezeigt hat.
Gruppenphase, zweiter Spieltag: Der Druck steigt
Bei einem WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste gibt es wenig Spielraum für Experimente. Ein Sieg festigt die Ausgangslage, ein Unentschieden macht den dritten Spieltag zum Endspiel. Nagelsmann weiß das – und setzt trotzdem, oder gerade deshalb, auf Kontinuität in der Aufstellung.
Sané bekommt also eine weitere Chance, die Diskussion selbst zu beenden. Nagelsmann hat ihm die Bühne freigehalten. Jetzt liegt es am Spieler.
Nagelsmann wüsste nicht, warum nicht. Sané weiß jetzt, warum schon.
Quellen1 Quelle
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