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UEFA gegen Infantino: Klage angedroht — photo: Sportschau Fußball

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UEFA gegen Infantino: Klage angedroht

Es wäre der spektakulärste Machtkampf im Weltfußball seit Jahrzehnten: Die UEFA soll nach Informationen von Sportschau rechtliche Schritte gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino in Betracht ziehen — und als Auslöser gilt ein gescheiterter Investoren-Deal, dessen genaue Details bislang im Dunkeln liegen.

By Tobias König· Spielberichterstatter·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·1 MIN LESEZEIT

Was bisher bekannt ist

Laut einem Bericht von Sportschau hat die UEFA Infantino mit konkreten rechtlichen Schritten konfrontiert, nachdem Investorenpläne auf höchster Ebene geplatzt sein sollen. Worum es bei dem Deal im Einzelnen ging, welche rechtlichen Grundlagen die UEFA für eine mögliche Klage anführt und auf welchem Zeitplan das Ganze läuft — all das bleibt nach aktuellem Stand unklar. Bislang hat kein weiteres großes Sportmedium die Geschichte unabhängig bestätigt. Einordnung also mit Vorsicht.

Warum das trotzdem ein Erdbeben wäre

Eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen UEFA und FIFA wäre kein normaler Verbandsstreit. Die UEFA ist mit ihren 55 Mitgliedsverbänden, der Champions League und dem Milliarden-Ökosystem des europäischen Vereinsfußballs der mächtigste Kontinentalverband der Welt — und Infantino hat die FIFA-Zentralmacht seit 2016 Schritt für Schritt auf Kosten der Kontinentalverbände ausgebaut. Das Expanded Club World Cup, die Debatte um eine biennial World Cup, der Dauerkonflikt um Spielkalender und Vermarktungsrechte: Nyon und Zürich stehen sich seit Jahren unversöhnlich gegenüber. Eine Klage wäre der offene Bruch.

Was mit Investorenplänen gemeint sein könnte

In den vergangenen Jahren hat die FIFA unter Infantino mehrfach versucht, externe Investoren für neue Wettbewerbe ins Boot zu holen — bekannt ist etwa der gescheiterte SoftBank-Deal rund um eine neue Club-WM und eine Nations-League-ähnliche Weltliga (dieser Hintergrund stammt aus früherer Berichterstattung, nicht aus dem aktuellen Sportschau-Bericht). Ob der jetzt gemeldete gescheiterte Deal mit diesen Vorgängen zusammenhängt oder ein neuer Vorgang ist, lässt sich auf Basis des Sportschau-Berichts nicht sagen.

Einordnung

Sportschau ist eine seriöse ARD-Redaktion — kein Boulevard. Dass sie diese Geschichte bringen, gibt ihr Gewicht. Gleichzeitig gilt: Eine einzelne Quelle, keine Stellungnahme von UEFA oder FIFA, keine Nennung konkreter Klagegründe. Bis weitere Medien nachziehen, bleibt das ein ernstzunehmender Hinweis auf eine massive Eskalation — aber noch kein bestätigter Showdown.

Gianni Infantino hat in seiner Karriere schon viele Konflikte ausgesessen. Diesmal sitzt die UEFA auf der anderen Seite des Tisches — und die hat Anwälte.

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