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Guedes und Neves: Valencia trifft PSG bei Benfica 2022/23

Wer heute an Gonçalo Guedes denkt, sieht ihn in Weiß-Orange durch Mestalla ziehen, wer an João Neves denkt, sieht ihn im Trikot von Paris Saint-Germain um Champions-League-Titel kämpfen. Zwei Karrieren, die man selten in einem Satz nennt – und doch liefen sie in der Saison 2022/23 bei S.L. Benfica für einige Monate parallel, der eine als Rückkehrer auf Zeit, der andere als Senkrechtstarter.

By Jana Richter· Transferredakteurin·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

Zwei Wege, ein Klub, eine Saison

Es klingt fast wie ein Trick der Statistik: Der eine Name ist untrennbar mit Valencia verbunden, wo er 178 Pflichtspiele bestritt und 2019 den Copa del Rey gewann. Der andere gehört heute zu Paris Saint-Germain, wo er binnen zwei Jahren zwei Champions-League-Titel in Folge feierte. Und doch trugen beide im Verlauf der Saison 2022/23 das Trikot von Benfica Lissabon – Gonçalo Guedes und João Neves, für ein paar Monate Teamkollegen in derselben Kabine.

Guedes: Die Rückkehr eines Wolves-Profis

Für Guedes war es kein Neuanfang, sondern eine Rückkehr. Nach Stationen bei Benfica selbst, Paris Saint-Germain, Valencia und schließlich Wolverhampton Wanderers, wo er im Sommer 2022 für 27,5 Millionen Pfund unterschrieben hatte, kehrte er im Januar 2023 auf Leihbasis zu seinem Ausbildungsverein zurück. Der Einstand geriet gleich zum kleinen Fest: Bei seinem ersten Einsatz, einem Auswärtsspiel bei Santa Clara, traf er kurz nach seiner Einwechslung zum 3:0-Endstand. Die Rückkehr verlief allerdings nicht ohne Rückschläge – im Februar und erneut im Mai 2023 zog sich Guedes im selben Knie Verletzungen zu, die jeweils eine Operation nötig machten. Trotzdem stand am Saisonende die Meisterschaft, seine vierte mit Benfica, und eine Medaille, die er sich in einer ansonsten von Verletzungspech geprägten Zeit redlich verdient hatte.

Neves: Der Durchbruch eines Talents

Während Guedes seine Rückkehr organisierte, machte João Neves in genau dieser Saison den entscheidenden Sprung. Als Ersatz für den nach London gewechselten Enzo Fernández rückte der gebürtige Tavirenser in den letzten Monaten der Spielzeit in die Startelf und setzte sofort ein Ausrufezeichen: Im Lissabonner Derby gegen Sporting erzielte er im Mai 2023 sein erstes Tor für die Profis und rettete damit einen Punkt, nachdem sein Team zur Halbzeit mit zwei Toren zurücklag. Am letzten Spieltag krönte sich Benfica mit einem 3:0 gegen Santa Clara zum Meister – Neves hatte bis dahin 17 Ligaspiele bestritten und war vom Reserveteam-Spieler zum festen Bestandteil der Erstliga-Mannschaft geworden. Ein Jahr später würde er für rund 70 Millionen Euro zu PSG wechseln und dort binnen kürzester Zeit zu einem der besten jungen Mittelfeldspieler der Welt heranreifen.

Eine Meisterschaft, zwei Geschichten

Das Kuriose an dieser gemeinsamen Saison ist, dass beide am Ende dasselbe Ziel erreichten – die Primeira-Liga-Meisterschaft 2022/23 –, aber auf völlig unterschiedlichen Wegen dorthin kamen. Guedes, der etablierte Nationalspieler mit Stationen in drei europäischen Topligen, kehrte verletzungsgeplagt, aber routiniert zurück in bekanntes Terrain. Neves, gerade 18 Jahre alt, nutzte die Chance, die sich durch einen Abgang ergab, um sich unumkehrbar in den Vordergrund zu spielen. Dass beide Namen heute vor allem mit Valencia beziehungsweise Paris Saint-Germain verbunden werden, macht diese gemeinsame Episode bei Benfica nicht weniger real – sie erinnert nur daran, wie viele Wege durch eine einzige Kabine führen können, bevor sich die Karrieren wieder trennen.

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Wer heute an Gonçalo Guedes denkt, sieht ihn in Weiß-Orange durch Mestalla ziehen, wer an João Neves denkt, sieht ihn im Trikot von Paris Saint-Germain um Champions-League-Titel kämpfen.

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