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Xavi Simons & Mauro Icardi: Eine Saison bei PSG

Der eine steht heute für die Wiedergeburt von RB Leipzig, der andere bleibt für immer mit dem Nerazzurri-Trikot von Inter Mailand verbunden – und doch teilten sich Xavi Simons und Mauro Icardi in der Saison 2021/22 eine Kabine in Paris. Zwei Karrieren, die man sich in völlig unterschiedlichen Ligen, Altersklassen und Erzählungen vorstellt, liefen für einige Monate bei Paris Saint-Germain zusammen.

By Lukas Bauer· Chefredakteur Fußball·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

Zwei Welten, ein Verein

Wer an Xavi Simons denkt, sieht einen jungen niederländischen Techniker, der bei RB Leipzig zum Nationalspieler und Bundesliga-Toptalent reifte. Wer an Mauro Icardi denkt, sieht den einstigen Inter-Kapitän, der als 22-Jähriger die Mailänder anführte, zweimal Torschützenkönig der Serie A wurde und später zur Ikone in Istanbul avancierte. Auf den ersten Blick verbindet die beiden fast nichts – doch laut den Vereinsunterlagen liefen sie 2021/22 gemeinsam für Paris Saint-Germain auf.

Simons: Der Junge aus der Jugend, der plötzlich Titel gewann

Simons war zu diesem Zeitpunkt noch ein Produkt der eigenen Nachwuchsakademie. Nach seinem Profidebüt im Februar 2021 wurde er von Mauricio Pochettino in die Sommervorbereitung 2021/22 eingebunden, ehe er im August zunächst wieder zur U19 zurückgeschickt wurde. Erst im Dezember 2021 kehrte er ins Profiteam zurück, gab im Januar 2022 sein erstes Ligue-1-Startelfdebüt und gewann am Ende der Saison seinen ersten Meistertitel als Profi, die Ligue 1 2021/22. Für den damals 18-Jährigen war PSG eine Ausbildungsstation vor dem großen Sprung – der ihn wenig später über PSV Eindhoven zu RB Leipzig führen sollte, wo er sich als Bundesliga-Schlüsselspieler etablierte.

Icardi: Vom Inter-Kapitän zum PSG-Champion

Icardi hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine komplett andere Laufbahn hinter sich. Nach seinem Durchbruch bei Sampdoria und sieben prägenden Jahren bei Inter Mailand – inklusive zweier Torschützenkronen und der Kapitänsbinde ab 2015 – war er 2019 zunächst auf Leihbasis, dann ab Mai 2020 fest zu PSG gewechselt. In der Saison 2021/22, in der Simons erstmals ins Profigeschäft hineinwuchs, war Icardi bereits etablierter Bestandteil des Star-Kaders um Kylian Mbappé, Neymar und Lionel Messi und hatte zuvor bereits den Pokalfinaltreffer 2021 erzielt. Die Ligue-1-Meisterschaft 2021/22 gewannen beide gemeinsam, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Rollen: der etablierte Knipser und der Teenager, der sich gerade erst einen Platz erkämpfte.

Warum die Überschneidung überrascht

Das Erstaunliche liegt nicht darin, dass sie beide PSG durchliefen – viele Spieler taten das in der Ära der Scheichs. Es liegt darin, dass ihre öffentlichen Identitäten heute so weit auseinanderdriften. Icardi wird für immer mit Inter Mailand und später mit seinem Titelsammeln bei Galatasaray assoziiert, während Simons untrennbar mit RB Leipzigs Aufbruch in die europäische Spitze verbunden ist. Dass sie einst denselben Meisterschale in Empfang nahmen, wirkt wie eine Fußnote, die kaum jemand parat hat.

Zwei Wege danach

Während Simons über Leipzig zu Tottenham Hotspur weiterzog und sich als eine der spannendsten Offensivkräfte Europas etablierte, verließ Icardi PSG Richtung Galatasaray, wo er mehrere Süper-Lig-Titel und den türkischen Pokal gewann, ehe sein Karriereende von Vereinslosigkeit und intensiven privaten Rechtsstreitigkeiten geprägt wurde. Zwei Geschichten, die sich in Paris kurz kreuzten – und danach in völlig entgegengesetzte Richtungen liefen.

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Der eine steht heute für die Wiedergeburt von RB Leipzig, der andere bleibt für immer mit dem Nerazzurri-Trikot von Inter Mailand verbunden – und doch teilten sich Xavi Simons und Mauro Icardi in der Saison 2021/22 eine…

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