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Kai Havertz & Gabriel Jesus: Eine Saison bei Arsenal

Kai Havertz ist für viele für immer der Junge aus Alsdorf, der bei Bayer Leverkusen Bundesliga-Rekorde brach. Gabriel Jesus ist für viele für immer der Stürmer, der mit Manchester City vier Meistertitel feierte. Zwei Karrieren, die man instinktiv völlig unterschiedlichen Klubwelten zuordnet – und doch standen beide in der Saison 2023/24 gemeinsam im Arsenal-Trikot auf dem Trainingsplatz.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

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Zwei verschiedene footballerische Heimaten

Wenn man an Kai Havertz denkt, denkt man zuerst an Leverkusen: den jüngsten Bundesliga-Debütanten der Klubgeschichte, den jüngsten Torschützen, den Spieler, der mit 20 Jahren schon 100 Bundesliga-Einsätze hinter sich hatte. Erst danach kommt Chelsea, wo er mit einem Treffer im Champions-League-Finale 2021 gegen eben jenes Manchester City für die Ewigkeit abgesichert wurde.

Wenn man an Gabriel Jesus denkt, denkt man an den Etihad. An die vier Premier-League-Titel, die drei Ligapokale, an einen Stürmer, der unter Pep Guardiola laut eigener Aussage "der beste Stürmer/Verteidiger" war, mit dem der Katalane je gearbeitet hat. Jesus kam 2017 aus São Paulo über Palmeiras nach England und wurde zum festen Bestandteil der erfolgreichsten Klub-Ära in Manchester Citys Geschichte.

Zwei Spieler, zwei Vereinsidentitäten, die in der öffentlichen Wahrnehmung nichts miteinander zu tun haben – bis man einen Blick auf den Londoner Norden wirft.

Der Moment der Überschneidung

Havertz wechselte im Juni 2023 für rund 65 Millionen Pfund von Chelsea zu Arsenal. Jesus war bereits ein Jahr zuvor, im Juli 2022, für etwa 45 Millionen Pfund von Manchester City gekommen. In der Saison 2023/24 liefen beide also tatsächlich gemeinsam für die Gunners auf – der Leverkusen-Absolvent und der City-Champion, nebeneinander im selben Sturm- und Mittelfeldgefüge unter Mikel Arteta.

Es war eine Saison, in der Arsenal um die Meisterschaft kämpfte, letztlich aber Manchester City den Vortritt lassen musste. Havertz wurde zunehmend als linker Achter und später als zentraler Stürmer eingesetzt, Jesus kämpfte in dieser Phase seiner Arsenal-Zeit mit Verletzungen, blieb aber ein fester Bestandteil des Kaders.

Wege, die sich kreuzten und wieder trennten

Die Geschichte endete nicht mit dieser einen Saison. Havertz blieb bei Arsenal, gewann 2025/26 schließlich die Premier League und erreichte mit dem Klub das Champions-League-Finale, in dem er erneut traf. Jesus hingegen verließ Arsenal im September 2026 nach vier Spielzeiten und 123 Einsätzen und wechselte zu Barcelona – wo er prompt wieder als Einwechselspieler traf, diesmal in der Champions League gegen Feyenoord.

Beide erlebten bei Arsenal Höhen und Tiefen: Havertz wurde phasenweise für seine Anlaufschwierigkeiten kritisiert, bevor er sich als Meisterspieler etablierte. Jesus kämpfte zeitweise mit langen Verletzungspausen, ehe er im Dezember 2025 sein Comeback feierte und noch am letzten Spieltag der Meistersaison traf.

Warum diese Paarung überrascht

Genau das macht diese Episode so reizvoll: Keiner der beiden wird man zuerst mit Arsenal assoziieren. Havertz gehört in die Erzählung von Leverkusen und Chelsea, Jesus in die von Manchester City. Doch für eine Saison teilten sich der deutsche Nationalspieler und der brasilianische Weltmeister-Kandidat eine Kabine im Emirates Stadium – ein Treffpunkt zweier Karrieren, die man sonst nie im selben Satz nennen würde.

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Kai Havertz ist für viele für immer der Junge aus Alsdorf, der bei Bayer Leverkusen Bundesliga-Rekorde brach. Gabriel Jesus ist für viele für immer der Stürmer, der mit Manchester City vier Meistertitel feierte.

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