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Havertz und Zubimendi: Leverkusen trifft Sociedad bei Arsenal

Der eine ist für viele für immer der Junge aus der BayArena, der als Teenager Bundesliga-Rekorde brach, ehe er über Chelsea nach London weiterzog. Der andere verkörperte über ein Jahrzehnt lang die Identität von Real Sociedad, ein Eigengewächs, das nie woanders hinzugehören schien. Dass Kai Havertz und Martín Zubimendi in der Saison 2025/26 gemeinsam im Arsenal-Trikot den Premier-League-Titel holten, ist eine jener Fußnoten, die zwei völlig unterschiedliche Vereinsgeschichten für einen Moment zusammenführen.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

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Zwei Wege, ein Verein

Kai Havertz und Martín Zubimendi kommen aus Fußballwelten, die man sich selten im selben Satz vorstellt. Havertz wuchs in Aachen auf, kam mit elf Jahren zu Bayer Leverkusen und wurde dort zum jüngsten Bundesliga-Debütanten und jüngsten Torschützen des Klubs. Mit 17 Toren in der Saison 2018/19 war er der treffsicherste Teenager, den die Bundesliga je gesehen hatte, und wurde hinter Marco Reus nur knapp Zweiter bei der Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres. Zubimendi dagegen reifte in San Sebastián heran, durchlief ab 2011 die Jugend von Real Sociedad und debütierte 2019 in La Liga. Mehr als 200 Pflichtspiele und der Gewinn der Copa del Rey 2019/20 machten ihn zum Gesicht eines Klubs, der ihn förmlich geformt hatte.

Leverkusen, Chelsea, dann Arsenal

Havertz verließ Leverkusen 2020 für eine Rekordablöse Richtung Chelsea, wo er mit dem Siegtor im Champions-League-Finale 2021 sowie Titeln im UEFA-Supercup und bei der Klub-WM Geschichte schrieb. 2023 wechselte er für rund 65 Millionen Pfund zu Arsenal, wo er anfangs als Mezzala auf links, später zunehmend als Mittelstürmer eingesetzt wurde. Zubimendis Weg verlief geradliniger: Er blieb Real Sociedad über ein Jahrzehnt treu, verlängerte mehrfach seinen Vertrag und galt als einer der verlässlichsten Sechser Spaniens, ehe er im Sommer 2025 für rund 55,8 Millionen Pfund ebenfalls nach London ging.

Eine Saison, ein Titel

Genau diese beiden so unterschiedlichen Laufbahnen trafen sich 2025/26 im Arsenal-Kader. Zubimendi gab sein Debüt im August 2025 gegen Manchester United, traf im September gleich doppelt gegen Nottingham Forest und wurde für sein Startelf-Pensum über die gesamte Saison hinweg nur als zweiter Spieler nach Jens Lehmann 2003/04 mit dem Premier-League-Titel belohnt, ohne ein Ligaspiel zu verpassen. Havertz, zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahre im Verein, trug als Stürmer zum Titelgewinn bei und war Teil des Teams, das es bis ins Champions-League-Finale 2026 schaffte, wo er erneut traf. Zwei Spieler, die man für immer mit Leverkusen beziehungsweise Real Sociedad verbindet, standen so gemeinsam auf dem Rasen des Emirates Stadium und feierten denselben Pokal.

Warum es überrascht

Die Überraschung liegt nicht in mangelnder Qualität – beide gehören zu den prägenden Spielern ihrer jeweiligen Ausbildungsklubs und ihrer Nationalmannschaften. Sie liegt darin, wie unterschiedlich ihre Identitäten als Fußballer geformt wurden: Havertz als früh gereifter Bundesliga-Wunderknabe mit Stationen in der Premier-League-Spitze, Zubimendi als loyaler Eigengewächs-Regisseur, der für den FC Arsenal erst mit 26 Jahren seinen ersten Klubwechsel überhaupt vollzog. Dass beide Wege 2025/26 im selben Kader endeten, ist genau die Art von Zufall, die Fußballgeschichten interessant macht.

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Der eine ist für viele für immer der Junge aus der BayArena, der als Teenager Bundesliga-Rekorde brach, ehe er über Chelsea nach London weiterzog.

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