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Romelu Lukaku & Dean Huijsen: Die Roma-Saison 2023/24

Der eine ist für viele untrennbar mit Goodison Park verbunden, der andere trägt heute das Weiß von Real Madrid – und doch teilten Romelu Lukaku und Dean Huijsen in der Saison 2023/24 eine Kabine bei der AS Roma, ein Kapitel, das in beiden Karrieregeschichten fast wie eine Randnotiz wirkt, aber genau deshalb erzählt werden muss.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·2 MIN LESEZEIT

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Zwei Wege kreuzen sich in Rom

Romelu Lukaku kam im Sommer 2023 auf Leihbasis von Chelsea zur AS Roma, nachdem er zuvor schon eine Leihsaison bei Inter Mailand absolviert hatte. Für den Belgier war es bereits die vierte europäische Großstadt seiner Karriere nach Anderlecht, London, Manchester und Mailand – ein Stürmer, der in Everton seine vielleicht prägendste Entwicklungsphase erlebte und dort 2016/17 mit 25 Toren zur PFA Team of the Year gehörte, vom FC Chelsea aber nie wirklich dauerhaft gebraucht wurde.

Dean Huijsen dagegen war im Januar 2024 noch ein Nachwuchsverteidiger, der gerade erst sein Profidebüt bei Juventus gegeben hatte. Die Alte Dame verlieh den damals 18-Jährigen bis Saisonende an die Roma, wo er am 7. Januar 2024 direkt zur zweiten Halbzeit gegen Atalanta eingewechselt wurde. Einen Monat später erzielte er gegen Cagliari sein erstes Serie-A-Tor – in einem 4:0-Sieg der Giallorossi.

Eine Saison, zwei völlig unterschiedliche Geschichten

Für den Außenstehenden klingt es nach einer skurrilen Fußnote: ein Stürmer, der zwei Jahre später bei Napoli zum Meister werden sollte, und ein Innenverteidiger, der zwei Jahre später bei Real Madrid landen würde, standen im selben Roma-Kader. Lukaku war zu diesem Zeitpunkt längst ein gestandener Nationalspieler mit WM-Bronze 2018 und Europa-League-Titel als Spieler der Saison 2019/20 im Gepäck. Huijsen hingegen wurde von Trainer Daniele De Rossi im Februar 2024 nicht einmal für die UEFA-Liste der Europa-League-K.-o.-Phase berücksichtigt – ein Zeichen dafür, wie unterschiedlich die beiden in der sportlichen Hierarchie standen.

Und doch liegt genau darin der Reiz dieser Geschichte: Beide verließen Rom am Ende der Saison weiter, nicht aufgrund eines Scheiterns, sondern als Durchgangsstation auf dem Weg zu Größerem. Lukaku ging anschließend fest zu Napoli und wurde dort 2024/25 Torschützenkönig des Meisterteams. Huijsen wechselte zu Bournemouth in die Premier League, wo er mit einem Treffer gegen Tottenham zum jüngsten Premier-League-Torschützen der Klubgeschichte wurde, ehe Real Madrid im Mai 2025 seine Ablösesumme zahlte.

Warum diese Paarung überrascht

Wer an Lukaku denkt, sieht ihn meist im blauen Trikot von Everton oder Chelsea, im Schwarz-Blau von Inter oder inzwischen im Himmelblau Napolis. Wer an Huijsen denkt, sieht einen Abwehrchef im Weiß von Real Madrid oder zunehmend auch im Rot Spaniens, für das er inzwischen debütierte. Die Roma taucht in keiner der beiden gängigen Erzählungen prominent auf – sie war für Lukaku eine kurze Zwischenstation nach einer enttäuschenden Rückkehr zu Chelsea, für Huijsen eine frühe Bewährungsprobe, bevor seine eigentliche Aufstiegsgeschichte in England und Spanien begann.

Genau das macht diese gemeinsame Saison so bemerkenswert: zwei Karrieren, die sich für ein halbes Jahr in derselben Kabine kreuzten, ohne dass einer der beiden dort zur prägenden Figur wurde – und die danach in völlig entgegengesetzte Richtungen des europäischen Fußballs weiterzogen.

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Der eine ist für viele untrennbar mit Goodison Park verbunden, der andere trägt heute das Weiß von Real Madrid – und doch teilten Romelu Lukaku und Dean Huijsen in der Saison 2023/24 eine Kabine bei der AS Roma, ein…

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