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Warum machen Fußballer ein Eisbad?

Warum machen Fußballer ein Eisbad?

Warum machen Fußballer ein Eisbad?

Abpfiff, Kabine, Eimer Eiswasser: Profifußballer steigen nach dem Spiel in Wannen, die kaum wärmer sind als ein Kühlschrank. Der Grund ist einfacher als man denkt – und gleichzeitig umstrittener.

By Lukas Bauer· Chefredakteur Fußball·Veröffentlicht ·1 MIN LESEZEIT

Kurz nach dem Schlusspfiff, noch im Trainingsanzug oder nur in der Hose: Ein Spieler steigt langsam in eine Wanne voller Eiswasser, zieht die Schultern hoch, atmet scharf aus. Das Gesicht sagt alles. Trotzdem bleibt er drin.

Der Grund: Regeneration. Eisbäder sollen Muskelkater reduzieren und Entzündungen im Gewebe bremsen – besonders nach intensiver Belastung wie einem Pflichtspiel.

Die Kälte verengt die Blutgefäße in den Muskeln. Das begrenzt Schwellungen und dämpft Entzündungsreaktionen, die nach harter körperlicher Arbeit ganz normal auftreten. Wenn der Körper danach wieder aufwärmt, strömt frisches Blut in die Muskeln zurück – und soll dabei Stoffwechselabfälle abtransportieren, die sich während des Spiels angesammelt haben. So lautet zumindest die Theorie.

Besonders in englischen Wochen, wenn Klubs alle drei Tage spielen, ist schnelle Erholung kein Komfort, sondern Pflicht. Wer Donnerstag spielt und Sonntag wieder ran muss, kann sich keine tagelangen Muskelkater leisten. Eisbäder gehören deshalb im Profibereich längst zur Standardroutine – direkt nach dem Abpfiff, manchmal auch am Tag danach.

Allerdings: Die Wissenschaft ist sich nicht einig. Studien zeigen gemischte Ergebnisse. Ob Eisbäder die Regeneration tatsächlich messbar beschleunigen oder ob der Effekt vor allem im Kopf stattfindet, ist offen. Viele Spieler schwören trotzdem darauf – weil sie sich danach schlicht frischer fühlen. Gewohnheit und mentaler Nutzen spielen eine echte Rolle, auch wenn kein Blutbild das beweist.

Der Körper lügt selten: Wer nach einem Eisbad das Gefühl hat, leichter auf den Beinen zu sein, trainiert am nächsten Tag anders als jemand, der sich schwer und steif fühlt. Ob das Kältewasser die Ursache ist oder nur das Ritual – für den Spieler ist der Unterschied oft egal.

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Abpfiff, Kabine, Eimer Eiswasser: Profifußballer steigen nach dem Spiel in Wannen, die kaum wärmer sind als ein Kühlschrank. Der Grund ist einfacher als man denkt – und gleichzeitig umstrittener.

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