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Teil zwei: die Transfers, die Europa machte, während England zahlte

Teil zwei: die Transfers Europas, während England das Geld rauswarf

Teil eins waren die Deals, die am Radar vorbeizogen. Das hier ist die andere Hälfte des Fensters: das Geschäft, das Europa machte, während die Premier League damit beschäftigt war, ihre eigenen Rekorde zu pulverisieren.

By Lukas Bauer· Chefredakteur Fußball·Published ·Updated ·3 MIN READ

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Photos: Photo: Bryan Berlin / CC BY-SA 4.0 · Photo: Egghead06 / CC BY-SA 4.0 · Photo: YantsImages / CC BY-SA 4.0 · Photo: Timmy96 / CC0

Während England £117 Mio. für einen Spieler und £116 Mio. für einen anderen ausgab, baute der Rest Europas um. Inter verpflichtete drei englische Nationalspieler. Juventus flickte eine Abwehr mit dem Mann, der sie am häufigsten auseinandergenommen hatte. Bayern fuhr nach Eindhoven, PSG nach Amsterdam – und Riad kaufte diesmal einen 24-Jährigen statt eines 34-Jährigen. Neun abgeschlossene Deals, keiner davon zu einem Premier-League-Klub.

1. Gonçalo Ramos — von PSG zu AC Milan · £64M

Ein Rekordeinkauf für Milan – und ein Stürmer, der zwei Jahre bei PSG damit verbrachte, die Lösung zu sein, wenn der Plan eine brauchte. Ramos erzielte beim Weltturnier einen Hattrick als Joker und fand trotzdem kein festes Stammhemd in Paris. Das San Siro ist eine Bühne, die ihn entweder fertigmacht oder groß rausbringt.

2. Mika Godts — von Ajax zu PSG · €55M

Einundzwanzig, Linksfuß, frisch vom Ajax-Fließband für eine Ablöse, die mit Boni auf €55 Mio. klettern kann. Godts ist genau die Art von Verpflichtung, die PSG zuletzt öfter richtig hingekriegt hat: jung, direkt, und gekauft, bevor der Rest Europas sich überhaupt einigen konnte, ob er gut genug ist.

3. Crysencio Summerville — von West Ham zu Al Hilal · £55M

Vierundzwanzig Jahre alt, Championship-Spieler der Saison vor zwei Jahren – und jetzt in Riad. Die Saudi Pro League hat drei Transferfenster lang die letzten Jahre großer Karrieren eingekauft; £55 Mio. für einen Flügelstürmer, der noch nicht mal seinen Zenit erreicht hat, ist eine andere Ansage. Eine, die europäische Klubs schwerer abtun können als früher.

4. Ismael Saibari — von PSV zu Bayern · €50M

Bayern scheiterte an Anthony Gordon und griff stattdessen beim Eindhoven-Mittelfeldmann zu – €50 Mio., Vertrag bis 2031, marokkanischer Nationalspieler, der in der Bundesliga mit dem Ruf ankommt, spät in den Strafraum zu stoßen. PSV hat damit drei Spieler aus diesem Mittelfeld in achtzehn Monaten verkauft.

5. Cristian Romero — von Tottenham zu Atlético · €40M

Simeone wurde jahrelang mit einem Innenverteidiger in Verbindung gebracht, der so verteidigt – jetzt hat er einen. Romero ist Weltmeister und geht in jeden Zweikampf, als hinge das Ergebnis daran. Tottenham behielt 15 % Weiterverkaufsbeteiligung. Das liest sich wie ein Klub, der damit rechnet, den Abgang zu bereuen.

6. Djed Spence — von Tottenham zu Inter · €35M

Vor drei Jahren war er eine Tottenham-Verpflichtung, mit der niemand etwas anfangen konnte – zweimal verliehen, abgeschrieben. Jetzt ist er ein €35-Mio.-Außenverteidiger bei Inter und englischer Nationalspieler. Der zweite Akt kommt im Fußball öfter vor, als das Spiel zugibt; so schnell ist er selten.

7. Curtis Jones — von Liverpool zu Inter · £30M

Fünfundzwanzig, Liverpooler durch und durch, Meisterschaftsmedaille im Schrank – und für £30 Mio. weg, weil die Schlange vor ihm nie kürzer wurde. Inter bekommt einen Spieler, der in der Champions League geliefert hat, ohne je der erste Name auf dem Zettel gewesen zu sein.

8. John Stones — von Man City zu Inter · ABLÖSEFREI

Zehn Jahre bei City, sechs Meistertitel, die invertierte Innenverteidiger-Rolle, die um ihn herum erfunden wurde – und mit 32 ablösefrei draußen. Inters dritter englischer Nationalspieler des Fensters. Was auch immer sein Körper noch hergibt: der Fußballverstand ist der beste in der Liga, der er sich jetzt angeschlossen hat.

9. Nestory Irankunda — von Watford zu Sporting · €15M

Adelaide, Bayern, Watford, Lissabon – alles vor dem 21. Geburtstag. Sporting ließ eine Ausstiegsklausel von €80 Mio. in den Vertrag schreiben, was mehr darüber sagt, was sie glauben eingekauft zu haben, als über das, was sie bezahlt haben. Australien hat seit einem Jahrzehnt keinen Stürmer mit so viel Lärm um ihn nach Europa geschickt.

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