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Deutschlands dunkelste WM-Stunde — photo: Sport.de Fußball

Photo: Sport.de Fußball

Deutschlands dunkelste WM-Stunde

Drei Weltmeisterschaften. Drei frühe Exits. Und jetzt das: Deutschland scheidet bei der WM 2026 erstmals in der Geschichte im Elfmeterschießen aus — gegen Paraguay. Was einst undenkbar war, ist inzwischen Muster. Und diesmal fühlt es sich nicht wie ein Ausrutscher an.

Flagside-Redaktion·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·2 MIN LESEZEIT

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Das Aus, das keiner mehr wegdiskutieren kann

Es gibt Niederlagen, die wehtun. Und es gibt Niederlagen, die etwas grundlegend verändern. Das Elfmeter-Aus gegen Paraguay gehört zur zweiten Kategorie — nicht weil Paraguay kein würdiger Gegner wäre, sondern weil Deutschland in diesem Moment so aussah wie eine Mannschaft, die nicht weiß, wer sie sein will.

Dritte WM in Folge, drittes frühes Ausscheiden. 2018 die Vorrunde in Russland. 2022 die Vorrunde in Katar. 2026 jetzt das Elfmeterschießen — historisch gesehen ein neues Tief, denn diesen Weg war der DFB noch nie gegangen. Elfmeter gegen Deutschland zu gewinnen war lange so etwas wie ein schlechter Witz. Jetzt ist es Realität.

Kromp und die Woltemade-Frage

ZDF-Analystin Fritzy Kromp ließ nach dem Abpfiff kein gutes Haar an der Rolle von Nick Woltemade in diesem Turnier. Laut Sport.de war ihre Kritik scharf und direkt: Woltemade habe auf der größten Bühne nicht das geliefert, was man von ihm erwartet hatte — zu wenig Präsenz im Strafraum, zu wenig Bindung zum Spiel in entscheidenden Momenten. Ihr Fazit: So etwas mache sie sprachlos.

Ob Woltemade der richtige Sündenbock ist, darf bezweifelt werden. Einzelne Spieler in einer Systemkrise zu isolieren ist selten fair — und selten hilfreich. Aber die Debatte ist da, und sie wird nicht leiser werden.

Was die internationale Presse sagt

Die Pressestimmen zum deutschen WM-Aus klingen wie eine Trauerrede. Der Tenor international: Deutschland ist nicht mehr das, was es einmal war. Keine Häme — eher ungläubiges Schulterzucken. Eine Fußballnation, die vier WM-Titel gewonnen hat, die 1990 in Rom triumphierte und 2014 in Rio, steht 2026 da und erklärt sich eine Niederlage gegen Paraguay im Elfmeterschießen.

Das ist kein Formtief. Das ist eine Identitätskrise.

Was jetzt kommt

Die Fragen, die der DFB beantworten muss, sind nicht neu — aber sie sind dringlicher denn je. Welche Spieler tragen dieses Projekt? Welche Idee steckt dahinter? Und wer trägt die Verantwortung für drei aufeinanderfolgende Turniere, bei denen Deutschland früher nach Hause geflogen ist als erwartet?

Fritzy Kromp war sprachlos. Der Rest des Landes dürfte es ihr gleichtun.

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Quellen: Sport.de (Kromp-Analyse, internationale Pressestimmen); Kicker (historische WM-Bilanz Deutschland)

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Drei Weltmeisterschaften. Drei frühe Exits. Und jetzt das: Deutschland scheidet bei der WM 2026 erstmals in der Geschichte im Elfmeterschießen aus — gegen Paraguay. Was einst undenkbar war, ist inzwischen Muster.

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