Photo: Kotivalo via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Das längste Spiel der WM-Geschichte
Es sollte ein routinierter Gruppenspielabend werden. Frankreich gegen Irak, klare Favoritenrolle, WM-Betrieb wie gewohnt. Dann kam der Sturm – und mit ihm eine Unterbrechung von 132 Minuten, die dieses Spiel für immer in die Geschichtsbücher schreibt.
Als der Himmel das Spiel übernahm
Frankreich führte, die Partie lief – bis das Unwetter alles zum Stillstand brachte. Über zwei Stunden lang ruhte der Ball. Kein Anpfiff, kein Schiedsrichterpfiff, kein Jubel: nur Regen, Wind und eine Stadiontribüne, die irgendwo zwischen Warten und Ungläubigkeit feststeckte. Laut übereinstimmenden Berichten von Kicker und Sportschau dauerte die Unterbrechung 132 Minuten – länger als jede andere Spielpause in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft.
Die Spieler beider Mannschaften mussten sich in den Katakomben des Stadions einrichten, die Fans auf den Rängen ausharren oder Schutz suchen – und der gesamte WM-Spielplan hing für einen langen Moment in der Luft.
Frankreich gewinnt, aber das Ergebnis ist Nebensache
Am Ende stand ein 3:0 für die Équipe Tricolore – ein klares Resultat, das in einer normalen Partie kaum Gesprächsstoff geboten hätte. Doch nach dieser Nacht interessiert sich kaum jemand für die Tore. Was bleibt, ist das Bild eines Abends, an dem der Fußball einfach aufgehört hat zu existieren – für 132 Minuten, die sich für alle Anwesenden vermutlich wie eine halbe Ewigkeit angefühlt haben dürften.
Für den Irak war es sportlich eine weitere bittere Erfahrung gegen einen der großen Favoriten des Turniers. Für Frankreich: drei Punkte, die fast zur Randnotiz wurden.
Ein Rekord, den niemand wollte
Die WM 2026 hat ihren ersten echten Kuriositätseintrag. Kein Tor der Extraklasse, kein Last-Minute-Drama – sondern ein Sturm, der den Weltfußball für über zwei Stunden auf Pause drückte. Wer dabei war, wird das noch lange erzählen. Wer es nur im Liveticker verfolgte, hat wahrscheinlich irgendwann aufgehört zu aktualisieren und ist schlafen gegangen.
Das ist die WM 2026: manchmal größer als das Spiel selbst.
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