
Photo: ndr.de
Hamburgs Nervenspiel in Dresden zahlt sich aus
Lange sah es nach einer frühen Pokal-Blamage für HC Hamburg aus, dann drehten sie in der Schlussphase komplett auf: Mit einem 6:1-Lauf gegen HC Elbflorenz Dresden zwangen sie ein Spiel, das eigentlich schon verloren schien, noch auf ihre Seite und sicherten sich mit 31:30 das Ticket fürs Achtelfinale des DHB-Pokals.
Dresden führt fast das ganze Spiel
Die Gastgeber aus Dresden diktierten über weite Strecken das Tempo und gingen mit einer stabilen Führung in die Schlussphase. HC Hamburg wirkte über weite Teile der zweiten Halbzeit wie das Team, das aus dem Pokal fliegt: zu passiv im Rückraum, zu langsam im Umschaltspiel. Genau deshalb schmerzt Dresden dieser Ausgang jetzt umso mehr.
Der 6:1-Lauf, der alles kippte
Dann, im entscheidenden Moment der Partie, drehte Hamburg das Spiel innerhalb weniger Minuten komplett um. Ein 6:1-Lauf in der Schlussphase riss den Dresdnern die Kontrolle aus der Hand und brachte HC Hamburg erstmals seit langem wieder in Führung. Genau in diesem Fenster war Bo Andersen der Name, der im Spielbericht immer wieder auftaucht: Seine Tore in der wilden Schlussphase kippten die Statistik zugunsten der Gäste und gaben dem Team die Sicherheit, die in den Minuten davor völlig gefehlt hatte.
Nerven in der Crunchtime
Mit dem knappen Vorsprung im Rücken stellte Hamburg in den letzten Minuten auf sichere Manndeckung um und verteidigte konsequent auf den letzten Angriff, statt Risiko im Umschaltspiel zu suchen. Elbflorenz Dresden fand gegen die enger gestaffelte Abwehr keine klare Lösung mehr und verwarf zwei Würfe aus dem Rückraum. Am Ende stand 31:30, ein Ergebnis, das die komplette Dramatik der Schlussphase nicht einmal richtig abbildet.
Dresden hatte das Spiel über weite Strecken im Griff und verliert es trotzdem, weil der 6:1-Lauf in genau die Phase fiel, in der Hamburg zuvor keinen Zugriff mehr fand.
Was der Sieg bedeutet
Mit dem Erfolg zieht HC Hamburg ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein und bleibt damit in einem Wettbewerb, in dem eine schwache Schlussphase reicht, um komplett draußen zu sein. Für Dresden endet die Pokalreise trotz einer über weite Strecken starken Leistung genau dort, wo K.o.-Spiele am meisten weh tun: in den letzten Minuten.
Schafft Hamburg mit dieser Mentalität auch im Achtelfinale zu bestehen?
Quellen1 Quelle
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