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Infantinos WM-Pläne: FIFA rudert zurück — photo: Sportschau Fußball

Photo: Sportschau Fußball

Infantinos WM-Pläne: FIFA rudert zurück

Gianni Infantino ist nicht der Typ, der gerne zurückrudert. Umso bemerkenswerter, was die FIFA laut einem Bericht von Sportschau/Tagesschau in der Nacht bekanntgegeben hat: Die Pläne, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, sind vom Tisch. Endgültig, heißt es.

By Tobias König· Spielberichterstatter·Veröffentlicht ·Aktualisiert ·1 MIN LESEZEIT

Was geplant war

Die genauen Details des Vorhabens sind noch nicht vollständig bekannt. Klar ist: Infantino hatte offenbar ernsthaft erwogen, externen Geldgebern eine Beteiligung am größten Fußballturnier der Welt einzuräumen. Wer konkret als Investor im Gespräch war, welche Anteile verkauft werden sollten und in welcher Größenordnung — das alles bleibt laut dem Bericht von Sportschau/Tagesschau vorerst offen.

Gegenwind von innen und außen

Der Widerstand war offenbar massiv — und kam nicht nur von Fans und Verbänden, sondern auch aus dem Inneren der FIFA selbst. Dass interne Stimmen laut genug waren, um dieses Vorhaben zu stoppen, ist bemerkenswert für einen Präsidenten, der Gegendruck sonst eher wegmoderiert als ernst nimmt.

Was auf dem Spiel stand

Die WM ist das finanzielle Rückgrat der FIFA. Wer Anteile daran hält, hat potenziell Mitsprache an Vermarktung und Vergabe des Turniers. Genau das wollten viele im Fußball nicht: private Renditeinteressen im Herz des Sports. Der Widerstand gegen ähnliche Modelle — Stichwort Super League, Stichwort Investorenbeteiligung an nationalen Ligen — hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Fanbase hier eine rote Linie zieht.

Ein seltener Rückzieher

Infantino hat sich in seiner Amtszeit als FIFA-Präsident nicht gerade durch öffentliche Selbstkritik hervorgetan. Dieser Rückzieher heißt konkret: Das Turnier bleibt — zumindest vorerst — in der Hand der Verbände, nicht in der von Renditefonds. Laut Sportschau/Tagesschau wird der Plan jedenfalls nicht weiterverfolgt.

Ein Mann, der die WM auf 48 Teams aufgeblasen hat, scheitert ausgerechnet an der Frage, wem sie gehört.

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