Photo: Shai Pal via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Kramaric nennt Prass nach dem Jubel „ein bisschen dumm“
Eigentlich hätte dieser Spieltag nur eine Geschichte hergeben sollen: Hoffenheim gewinnt gegen Bayer Leverkusen mit 3:0 und steht nach dem dritten Sieg in Folge plötzlich mitten im oberen Tabellendrittel. Stattdessen reden alle über einen Satz von Andrej Kramaric.
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Der 3:0-Erfolg der TSG gegen Bayer 04 am 25. Oktober war einer dieser Nachmittage, an denen in der PreZero Arena fast alles funktioniert hat. Drei Siege in Serie sind für Hoffenheim selten genug, um sie eigentlich groß zu feiern. Stattdessen stand nach Abpfiff ein anderer Name im Mittelpunkt: Alexander Prass.
Der Österreicher war Teil eines Jubelmoments, der bei seinem eigenen Mitspieler offenbar nicht gut ankam. Andrej Kramaric, Hoffenheims Routinier und dienstältester Angreifer im Kader, wurde danach deutlich. Gegenüber dem Kicker sagte er über Prass: „Ein guter Spieler, aber ein bisschen dumm.“
Ein Satz, der hängen bleibt
Kramaric wählt seine Worte selten zufällig. Dass er öffentlich über einen Teamkollegen urteilt, und das direkt nach einem der stärksten Auftritte der Saison, ist für Hoffenheimer Verhältnisse ungewöhnlich. Die genauen Umstände der Jubelszene selbst sind im Kicker-Bericht nicht weiter ausgeführt, Kramarics Reaktion spricht aber eine klare Sprache: Hier hat etwas gestört, das aus seiner Sicht nicht hätte passieren müssen.
Für einen Verein, der gerade erst wieder Selbstvertrauen tankt, ist das keine ideale Schlagzeile. Drei Siege nacheinander bauen Momentum auf, öffentliche Kritik im eigenen Kader kann es genauso schnell wieder abbauen.
Flashpoint oder echtes Problem?
Kramaric ist nicht irgendwer in dieser Kabine. Seine Worte wiegen schwerer als die eines x-beliebigen Ergänzungsspielers, gerade weil er seit Jahren das Gesicht der Offensive ist. Ob es sich um einen einmaligen Ärger-Moment handelt oder ob dahinter echte Reibung zwischen den beiden steckt, lässt sich von außen nicht beurteilen.
Was bleibt, ist die Diskrepanz zwischen Ergebnis und Erzählung. Die TSG hat sportlich geliefert, Leverkusen deutlich dominiert und drei Punkte eingefahren, die den Blick nach oben rechtfertigen. Trotzdem spricht am Tag danach niemand über die Tordifferenz, sondern über einen Nebensatz von Andrej Kramaric.
Ob Prass öffentlich reagiert oder Trainer und Kabine die Sache intern klären, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen. Für den Moment bleibt Hoffenheim ein Team mit drei Siegen in Serie und einer offenen Frage im eigenen Haus.
Wird die Kramaric-Kritik das Hoffenheim-Momentum bremsen?
Quellen1 Quelle
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